Overwatch: Blizzard und der ewige Kampf gegen toxische Spieler

von Sören Wetterau (14. September 2017)

Overwatch ist seit über einem Jahr für PC, PlayStation 4 und Xbox One erhältlich und hat seit dem einige Inhaltsupdates mit neuen Helden oder Spielmodi erhalten. Ein Problem beschäftigt Blizzard jedoch bis heute: Toxische Spieler. In einem neuen Entwicklerupdate äußert sich dieses Mal Chef-Entwickler Jeff Kaplan zu dieser Thematik.

Blizzards erster Versuch im Bereich der Multiplayer-Shooter ist sichtlich geglückt: Overwatch ist sehr erfolgreich unterwegs. Aus finanzieller Sicht ist das ein gutes Ergebnis, andererseits existieren unter Millionen von Spielern auch einige Störenfriede. Diese sorgen mit ständigen Beleidigungen oder Trollaktionen für ein vergiftetes Spielklima, welches das Spielen immer schwieriger gestaltet.

Im aktuellen Entwickler-Update versichert Jeff Kaplan vom Entwickler, dass sich das Overwatch-Team der Problematik bewusst ist. Eine erste Maßnahme betrifft die Konsolenversion von Overwatch. Mit Update 1.14 können nun auch Spieler auf der PlayStation 4 und Xbox One andere Spieler melden, wenn diese sich den Regeln widersetzen. Bislang hat es diese Funktion nur für den PC gegeben.

Das Feature, so Kaplan, ist zwar noch lange nicht perfekt, aber die Auswirkungen sind definitiv vorhanden. Mittlerweile hat Blizzard 480.000 Strafen gegen verschiedene Spieler ausgesprochen. Bei 340.000 Fällen sind den Entwicklern die Accounts erst aufgefallen, nachdem diese gemeldet worden sind. 20.000 Spieler wurden zudem über E-Mail informiert, dass ihre Meldung eine disziplinarische Maßnahme nach sich gezogen hat.

In Zukunft möchte Blizzard die Funktion weiter ausbauen und den Spielern schon innerhalb des Spiels mitteilen, wenn ihre Meldung eines anderen Spielers erfolgreich gewesen ist. Außerdem ist das Team noch auf der Suche nach dem richtigen Strafmaß für die unterschiedlichen Vergehen. Damit wird zwar das schlechte Verhalten nie völlig verschwinden, aber laut Kaplan werden sich früher oder später sichtbare Verbesserungen einstellen.

Zu guter Letzt widmet sich Kaplan direkt an die Spieler: Alleine kann Blizzard das toxische Klima nicht bereinigen. Die Community selbst muss ebenfalls ihren Teil dazu beitragen und Verantwortung für eine freundliche Spielumgebung übernehmen. Denn auf Dauer, so Kaplan zusammenfassend, schaden toxische Spieler nicht nur dem Spielklima, sondern auch der Entwicklung, da die Entwickler sich zuerst um andere Dinge kümmern müssen.

"Overwatch soll ein inklusives Spiel sein", heißt es von Jeff Kaplan. Unter anderem deshalb setzen die Entwickler auf ein breitgefächtertes Heldenuniversum, bei dem sich möglichst viele Spieler wiederfinden können.

Kommentare anzeigen

News gehört zu diesen Spielen

Overwatch
Spielestudios: Blizzard zum besten Arbeitgeber gewählt

Spielestudios: Blizzard zum besten Arbeitgeber gewählt

Das Studio Blizzard ist in einem Ranking des Karriere-Portals Glassdoor von Mitarbeitern zum beliebtesten Videospiel-Ar (...) mehr

Weitere News