Steam: Valve entfernt fast 200 Spiele

von Micky Auer (27. September 2017)

Valve, die Betreiber der Online-Verkaufsplattform Steam haben innerhalb eines Tages 173 Spiele aus dem Angebot gelöscht. Laut Berichterstattung der Kollegen von Polygon handelt es sich dabei samt um sonders um Produktionen aus der Werkstatt von Entwickler Silicon Echo Studios.

YouTuber SidAlpha spricht in einem Video das sogenannte asset-flipping, das von Silicon Echo Studios betrieben worden sein soll. Das beschreibt die Vorgehensweise, vorgefertigte Bestandteile von Videospielen einzukaufen und ständig neu zusammenzustellen. Auf diese Weise können Spiele schneller und weniger kostenintensiv produziert und auf den Markt gebracht werden. Künstlerische Integrität, eigenes Design und tatsächlich selbst ersonnene, kreative Ideen spielen beim asset-flipping keine Rolle. Valve hat diese Art von Spielen bereits als "Fake Games" bezeichnet.

(Quelle: Youtube, SidAlpha)

Einige der betroffenen Spiele sollen durch die Firma Zonitron Productions verkauft worden sein. Allein im Juli und August hat die Firma 86 Spiele auf Steam veröffentlicht. Das entspricht circa zehn Prozent aller Spiele, die während dieser Zeit über Steam auf den Markt kamen.

Neben schlicht und ergreifend üblen und unkreativen Spielen liegt das Problem auch in einem wirtschaftlichen Aspekt. Viele der nun gelöschten Spiele waren entweder kostenlos oder billig in Bundles zu haben, andere wiederum wurden zu regulären Preisen verkauft. Das Problem dabei: Spiele von Silicon Echo konnten billig eingekauft und dazu genutzt werden, Steams virtuelle Sammelkarten zu ergattern, um diese dann weiterzuverkaufen. Zwar sind die Erträge dabei pro Stück eher gering, (etwa 25 US-Cents, also circa 20 Euro-Cents), jedoch kann bei entsprechend hoher Stückzahl der Gewinn schnell wachsen.

Gegenüber Polygon bestätigt Valve die Entfernung der Spiele und stellt hervor, dass ein eigenes Team dafür eingesetzt wird, diese Art von Aktion zu begründen und durchzuführen. "Diese Accounts haben viele Reporte und Frust von Kunden und anderen Entwicklern generiert. Es stellt sich heraus, dass die Verantwortlichen hinter den Kulissen stets ein und dieselbe Person war, die mit verschiedenen Accounts hantierte", so Valve.

"Wir fanden heraus, dass die extremen Aktionen dieser Person negativen Einfluss auf die Funktionalität des Stores und unserer Tools hatte. Zum Beispiel hat diese Person Massen von beinahe identischen Produkten auf Steam gebracht, die die Funktionalität des Stors beinträchtigten und es Spielern erschwerten, wirklich unterhaltsame Spiele zu finden", so Valve weiter.

Dies war im Endeffekt der Grund dafür, dass Valve sämtliche betroffenen Spiele von Steam entfernt und die Geschäftsbeziehung mit den Verursacher beendet hat.

Glücklicherweise kann man auf Steam auch regulär an gute Produkte kommen, seinen Spaß damit haben und im besten Fall noch eine positive Bewertung dazu abgeben. Die darf gerne auch mal etwas humorvoller ausfallen, wie ihr in unserer Bilderstrecke sehen könnt.

Tags: Steam  

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