Electronic Arts: Börsenkurs fällt nach Schließung von Visceral

von Micky Auer (19. Oktober 2017)

Concept Art aus dem unfertigen "Star Wars"-Spiel von Visceral.Concept Art aus dem unfertigen "Star Wars"-Spiel von Visceral.

Publisher Electronic Arts (kurz EA) hat diese Woche bekanntgegeben, dass das zum Konzern gehörende Entwicklerstudio Visceral Games seine Pforten für immer schließen würde. Im gleichen Zuge wurde verlautbart, dass das "Star Wars"-Projekt, dass vom Studio in Arbeit war, verschoben und an ein anderes Studio in Vancouver abgegeben wurde. Diese Nachricht hat nicht nur unter Fans für Aufsehen gesorgt, sondern auch bei Investoren. Das Resultat: Nach der offiziellen Bekanntgabe ist der Börsenkurs von EA signifikant gefallen.

In einem Beitrag des US-Nachrichtenmagazins CNBC wird erörtert, dass die Aktie um fast drei Prozent gefallen ist, seit bekannt wurde, dass das noch unbetitelte "Star Wars"-Spiel voraussichtlich erst im Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht werden würde.

Auch an Battlefield - Hardline war Visceral maßgeblich beteiligt. Das Spiel erfreute sich jedoch nur mäßiger Beliebtheit.

Trotz des Einbruchs der Aktie bewerten Analysten von Atlantic Equities die Situation positiv, die CNBC berichtet. Grund dafür ist eben jenes verschobenen "Star Wars"-Projekt, für das eine Verkaufsprognose von acht Millionen Exemplaren aufgestellt wurde. Die Analysten geben auch zu Wort, dass der Einbruch der Aktie "enttäuschend", jedoch nicht "die Lage verändernd" sei. Letzten Endes verfügt EA über genug andere Projekte und Einnahmequellen, die nach wie vor ausreichend Profit generieren.

Durch die Schließung von Visceral und den Verzug der Entwicklung prognostiziert Atlantic Equities zwar zwei Prozent Einbußen für EA im Fiskaljahr 2019, zieht aber auch ein potenzielles Wachstum von EA in Betracht. Basierend ist diese Prognose vor allem auf der Verwendung des Fifa-Lizenz und der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. Die Analysten rechnen damit, dass EA in Zusammenhang mit dem Event die Marke stark pushen wird.

Auch erwartet EA selbst eine starke Weihnachtssaison noch in diesem Jahr. Mit Need for Speed - Payback und Star Wars Battlefront 2 in der Hinterhand kann aller Voraussicht nach noch stark gepunktet werden. Vor allem in Star Wars Battlefront 2 werden hohe Erwartungen gesteckt. Nach den wenig erfreulichen Nachrichten der jüngsten Zeit braucht die Marke einen starken Anker, um relevant zu bleiben.

Visceral Games machte sich für allem durch das beklemmende Weltraum-Abenteuer Dead Space einen Namen. Das Spiel entführt euch im Stile von Filmen wie Alien oder Event Horizon auf ein riesiges Raumschiff, auf dem sich grauenvolle Dinge ereignet haben und dessen verlassene Gänge von schrecklichen Kreaturen heimgesucht werden.

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