PlayerUnknown's Battlegrounds und Co.: China könnte "Battle Royale"-Spiele verbieten

von Luis Kümmeler (Montag, 30.10.2017 - 10:17 Uhr)

PlayerUnknown's Battlegrounds erfreut sich weltweit großer Beliebtheit – auch in China. Dort könnten Spiele des sogenannten „Battle Royale“-Genres aber künftig verboten werden, wenn es nach den chinesischen Behörden geht.

Der Trailer zeigt die kommende „Xbox One“-Fassung von PUBG

Wenn das Spielejahr 2017 von einer Erfolgsgeschichte bestimmt wurde, dann trägt diese wohl den Namen PlayerUnknown's Battlegrounds. Der Überraschungs-Hit aus dem Hause Bluehole brach in den Monaten nach seinem „Early Access“-Start im März zahlreiche Spielerrekorde und ist mit über 13 Millionen verkauften Einheiten der weltweit prominenteste Vertreter des sogenannten „Battle Royale“-Genres. Doch dieses könnte in China verboten werden.

Wie die englischsprachige Webseite Bloomberg nämlich berichtet, hat die „China Audio-Video and Digital Publishing Association“ eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht, in der davon die Rede ist, dass „Battle Royale“-Spiele zu viel Blut und Gewalt beinhalten würden. Im Text wurde das Genre sogar mit altertümlichen Gladiatorenkämpfen in Rom verglichen – ein Prinzip, das offenbar klar gegen die moralischen Prinzipien Chinas geht und die physische und psychische Gesundheit von Heranwachsenden beeinflussen könne.

Deswegen hat der Verbund eine Warnung herausgegeben, dass es schwierig sein könnte, „Battle Royale“-Spiele für eine Veröffentlichung in China freizugeben. Ansässige Unternehmen seien besser beraten, von Entwicklung und Vertrieb solcher Spiele abzusehen, heißt es – Livestream-Plattformen sollten Spiele dieser Art ebenfalls nicht bewerben.

Unsere Bildergalerie zeigt, welche Spiele bereits so verboten wurden

Diese Stellungnahme fand nach Absprache mit dem chinesischen „State Administration of Press, Publication, Radio, Film and Television“ statt – jener Behörde, die in China bereits für das Verbot von kulturellen Erzeugnissen wie der TV-Serie The Big Bang Theory und dem Remake von Ghostbusters verantwortlich zeichnet.

Laut der englischsprachigen Webseite MMO Culture gibt es in der gesamten Angelegenheit durchaus interessante Verstrickungen: So soll der Spielezweig der „China Audio-Video and Digital Publishing Association“ einen Vizepräsidenten von Tencent an Bord haben. Das ist ein chinesischer Riesenkonzern, der Berichten zufolge ursprünglich vorhatte, in PlayerUnknown's Battlegrounds zu investieren. Unbekannt ist nun, ob dies angesichts der jüngsten Entwicklungen auch weiterhin der Fall ist.

News gehört zu diesen Spielen
Retro-Fan bastelt sich N64 für unterwegs

Der Youtuber GmanModz kreiert eine Hybridkonsole aus einer Nintendo 64 der 90er Jahre und einem handlichen Gam (...) mehr

Weitere News

* Werbung