Ubisoft und Take Two: Umsatz mit Mikrotransaktionen steigt und steigt

von Sören Wetterau (08. November 2017)

Es ist eines der Reizthemen des Videospieljahres: Mikrotransaktionen und insbesondere Lootboxen, die in großen Videospielen für fortlaufende Einnahmen sorgen sollen. Trotz lauter Kritik aus der Spielerschaft geht das Konzept auf, wie die Finanzberichte von Take Two und Ubisoft beweisen.

Vor allem bei NBA 2K18 setzt Hersteller Take Two auf Mikrotransaktionen.

Im letzten Geschäftsquartal hat Take Two laut eigenen Angaben einen Umsatz von rund 443.5 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Fast die Hälfte davon, genauer gesagt 48 Prozent stammen aus Mikrotransaktionen der Spiele, darunter GTA Online und NBA 2K17. Besonders bemerkenswert ist der Umstand, dass GTA Online sein bislang erfolgreichtes Quartal überhaupt hatte.

Einen Gewinn hat das Unternehmen aber im Geschäftsquartal, welches am 30. September 2017 geendet hat, nicht erwirtschaftet. Stattdessen stehen unter dem Strich Verluste in Höhe von 2,7 Millionen US-Dollar.

Auf der anderen Seite befindet sich Ubisoft, die erstmals mithilfe von Mikrotransaktionen mehr Umsatz erzielt haben als mit digitalen Spieleverkäufen. Insgesamt meldet das französische Unternehmen einen Umsatz von 343 Millionen Euro im digitalen Sektor, wovon alleine 175 Millionen Euro aus dem Verkauf von Spielgegenständen, DLCs, Seasonpässe und so weiter stammen. Die restlichen 49 Prozent umfassen die Downloadverkäufe.

Vor allem, so der Bericht von Gamasutra weiter, habe der sogenannte "Back Katalog" Ubisoft tatkräftig unterstützt. Dabei handelt es sich um Spiele, die in vorherigen Geschäftsquartalen erschienen sind, darunter beispielweise Ghost Recon - Wildlands, For Honor oder das schon etwas ältere Rainbow Six - Siege. Der ständige Support der Spiele führt demnach zu einem finanziellen Erfolg für die Firma.

Kein Wunder, dass bei solchen Zahlen demnächst auch Hersteller wie Sony die eigenen Mikrotransaktionen weiter ausbauen möchten. Jedoch gibt es auch Spiele, die sich bewusst gegen den Trend mit Lootboxen stellen, darunter das kommende Monster Hunter World.

Es geht auch ohne Lootboxen oder andere Mikrotransaktionen: In unserer Bilderstrecke stellen wir euch sieben Spiele vor, die im aktuellen Spieleherbst zu Unrecht untergehen.

Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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