Randy Pitchford: Borderlands-Chef kritisiert Monetarisierung von Lootboxen

von Sören Wetterau (13. November 2017)

Ob NBA 2K18, Mittelerde - Schatten des Krieges, Need for Speed - Payback oder Star Wars Battlefront 2: Lootboxen sind immer öfters in Spielen integriert und sorgen für kontroverse Diskussionen. Auch Randy Pitchford, seines Zeichen Chef des Borderlands-Entwicklers Gearbox, hat sich nun ausführlich zu diesem Thema via Twitter geäußert.

Nachdem sich Hersteller Take Two zuletzt in seinen Finanzergebnissen sehr zufrieden mit der Entwicklung von Mikrotransaktionen gezeigt hat, sind die Alarmglocken bei Fans der Borderlands-Reihe losgegangen: Was, wenn auch das kommende Borderlands 3 intensiv auf eine bezahlbare Lootbox-Mechanik setzt? Randy Pitchford will das offenbar verhindern.

Der Gearbox-Chef ist laut eigenen Aussagen "generell gegen räuberische Monetarisierungsmaßnahmen in "Free 2 Play"-Spielen für Verbrauchsgüter und noch mehr in Premium-Spielen." Er möchte sich solchen Techniken sowohl als "Künstler und Entwickler als auch als Kunde und Spieler" widersetzen. Schon zu Zeiten von Borderlands 2 habe das Team Anfragen von Spielern bekommen, ob die Goldenen Schlüssel nicht auch kaufbar wären. Gearbox habe sich schlussendlich dagegen entschieden und die Schlüssel für die besondere Truhe im Spiel lediglich über "Social Media"-Kanäle oder Partnerprogramme verteilt.

Pitchford räumt jedoch ein, dass er mit DLCs, die das Basisspiel um neue Inhalte erweitern, keine Probleme hat. "Neue und eigenständige Inhalte, die viel Arbeit und Energie in Anspruch genommen haben", hätten es verdient, dass die Entwickler dafür vergütet werden. Selbst Lootboxen sieht er grundsätzlich nicht allzu kritisch, solange sie nicht entsprechend verkauft werden.

Die Äußerungen Pitchfords kommen in den sozialen Netzwerken gut an. Allerdings bleibt ein kleiner Nachgeschmack, dass ausgerechnet der Gearbox-Chef sich dahingehend äußert. Schließlich hat der Entwickler in der Vergangenheit bei Aliens - Colonial Marines kein Problem damit gehabt, deutlich geschönte Trailer und Messe-Demos zu präsentieren, die am Ende nicht dem finalen Spiel entsprochen haben. Das ging sogar so weit, dass am Ende Hersteller Sega wegen vorsätzlicher Täuschung verklagt wurde.

Vielleicht hat das Team von Gearbox und Randy Pitchford aber aus diesem Fehler gelernt. Ob tatsächlich Borderlands 3 am Ende auf Lootbox-Mechaniken verzichtet, bleibt vorerst abzuwarten.

In der Welt von Borderlands dreht sich vieles um die Lootboxen. Dabei handelt es sich jedoch um keine kaufbaren Boxen, sondern diese sind im Spiel frei verteilt und lassen sich problemlos ohne Echtgeld öffnen.

Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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