Rundfunklizenz: Neue Abmahnungswelle trifft auch kleine Streamer

von Daniel Kirschey (20. November 2017)

Es geht weiter: Die Landesmedienanstalt von Nordrhein-Westfalen verschickt wieder die gelben Briefe an Streamer und weist auf die Rundfunklizenz hin. Das Besondere diesmal: Es trifft nicht nur größere Streamer, sondern auch Letsplayer, die wenige Abonennten und Zuschauer haben, wie die Games Wirtschaft berichtet.

Ihr erinnert euch wahrscheinlich noch recht gut daran. Im März und Mai dieses Jahres bekamen Pietsmiet und Gronkh sogenannte Abmahn-Briefe, die die beiden dazu aufforderten, Runfunklizenzgebühren zu bezahlen. Der Grund dafür sei gegeben, da ihre Twitch-Streams einen Rundfunkcharakter aufweisen würden.

Trotz einiger Annäherungen zwischen Pietsmiet und der Landesmedienanstalt NRW, geht es jetzt weiter. Nun melden sich wieder Streamer, die im November ebenfalls solche Briefe bekommen haben. Dabei handelt es sich aber nicht nur um große Letsplayer mit vielen Zuschauern und Abonnenten, sondern es trifft auch die "Kleinen".

Einer davon ist beispielweise Shlorox. Ein anderes ist Markus Lottermoser (SlethZockt), der sich in einem Gespräch mit der Games Wirtschaft, über den Brief geschockt zeigt. Der Kanal SethZockt hat lediglich rund 15.000 Follower und 500 Abonnenten. Viel Geld macht er damit nicht, sonder streamt eher als Nebenerwerb.

Die Landesanstalt fordert nun von den "abgemahnten" Letsplayern eine Stellungnahme bis Mitte Dezember 2017. Gerade kleine Letsplayer können nun nicht wie Gronkh oder Pietsmiet die Kosten einer Rechsberatung eines Anwalts tragen, weswegen wohl einige dazu gezwungen sein werden, nicht mehr zu streamen.

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