Fortnite: Epic Games verklagt 14-Jährigen wegen Cheaten

von Sören Wetterau (27. November 2017)

Vor wenigen Wochen haben wir davon berichtet, dass Epic Games bei seinem Erfolgshit Fortnite Battle Royale nicht allzu zimperlich ist, wenn es um Cheater geht. Gegen zwei Betrüger zieht das Unternehmen sogar vor Gericht und einer davon soll gerade einmal 14 Jahre alt sein, wie Kotaku berichtet.

Zwanzig Millionen Spieler sind ein riesiger Erfolg für Fornite und seinem "Free 2 Play"-Ableger Fortnite Battle Royale. Leider gibt es bei einer solch großen Anzahl auch ein paar schwarze Schafe, die sich unfaire Vorteile mithilfe von Cheat-Tools verschaffen. Die Meisten von ihnen versucht Epic Games möglichst schnell aus dem Verkehr zu ziehen. Gegen zwei Cheater hat der Hersteller sogar Klage eingereicht, weil die beiden die Tools genutzt als auch mitentwickelt haben sollen.

Einer der beiden ist ein 14-jähriger Junge aus den USA, dessen Mutter über die Klage nicht allzu erfreut ist. Epic Games wirft dem Jugendlichen vor, dass er auf einer Webseite einen Aimbot gekauft und anschließend eingesetzt habe, obwohl dies gegen die Nutzungsbedingungen von Fortnite verstößt. Außerdem soll er aktiv geholfen haben, eine Cheatsofware zu entwickeln.

Die Mutter bestreitet in einem Brief an das zuständige Gericht die Vorwürfe und bittet darum, die Klage abzuweisen. Ihr Sohn habe lediglich die betroffene Software heruntergeladen, aber nicht daran mitgearbeitet. Epic Games soll laut ihren Aussagen keine Möglichkeit haben, entsprechende Modifikationen nachweisen zu können. Zudem verweist sie darauf, dass die Endnutzervereinbarung null und nichtig sei, da sie dieser nie zugestimmt habe und ihr Sohn noch minderjährig ist.

Zu guter Letzt soll Epic Games beweisen, dass dem Unternehmen tatsächlich große Gewinne im "Free 2 Play"-Spiel entgangen sind, weil ihr Sohn angeblich gecheatet habe. Stattdessen wirft sie dem Unternehmen vor, dass der 14-jährige Junge lediglich als Sündenbock dient und wirft die Frage auf, warum die Hersteller nicht gegen die Webseitenbetreiber vorgehen.

Statement von Epic Games

Gegenüber Kotaku hat sich Epic Games mittlerweile zu dem Vorfall geäußert. Darin heißt es, dass der Rechtsstreit aus einem Einspruch gegen die Sperrung eines YouTube-Videos aufgrund eines Copyright-Verstoßes entstanden ist. Das Video soll angeblich Cheats für Fortnite beworben haben.

"Epic duldet kein dauerhaftes Cheaten und Urheberrechtsverletzungen, egal welches Alter der Betroffene hat. Wie bereits erwähnt, nehmen wir Betrug ernst und wir werden alle verfügbaren Optionen verfolgen, um sicherzustellen, dass unsere Spiele Spaß machen, fair und konkurrenzfähig für die Spieler sind", so das Unternehmen abschließend.

Mit Fortnite hat Epic Games einen echten Erfolg gelandet. Während das Hauptspiel auf den kooperativen Kampf gegen Zombie-Horden ausgelegt ist, kämpfen im "Battle Royale"-Ableger bis zu 100 Spieler gegeneinander.

Tags: Multiplayer   Hacks  

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