Square Enix: Hersteller lehnt Mikrotransaktionen in Singleplayer-Spielen ab

von Sören Wetterau (13. Dezember 2017)

Lootboxen und Mikrotransaktionen werden bei so manchen Hersteller immer beliebter - sowohl bei Multi- als auch bei Singleplayer-Spielen. Square Enix wird sich jedoch laut Geschäftsführer Yosuke Matsuda diesem Trend nicht anschließen und zumindest bei Einzelspieler-Erlebnissen auf Mikrotransaktionen verzichten.

In einem Interview mit dem britischen Magazin MCV, so berichtet DSOGaming, habe Matsuda die Implementierung solcher Bezahlmodelle in Singleplayer-Spielen abgelehnt. "Die Art und Weise, wie Konsolenspiele entwickelt werden, die Menge der Inhalte und wie viel Mühe in sie investiert wird - es gibt dort etwas, was mit Mikrotransaktionen nicht zusammenpasst", so der Geschäftsführer.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass Square Enix fortlaufende Finanzierungsmöglichkeiten für Videospiele generell ausschließt. Anstatt auf Mikrotransaktionen setzt der Hersteller lieber auf DLCs, die die Spiele entsprechend um neue Inhalte erweitern. Ein positives Beispiel soll Final Fantasy 15 sein, welches auch 2018 mit neuen kostenpflichtigen und kostenlosen Updates versorgt wird.

Andererseits, und das erwähnt Matsuda im Interview nicht, hat bereits Deus Ex - Mankind Divided Mikrotransaktionen angeboten. Spieler konnten dort alternativ gegen Echtgeld Praxiskits und Credits und somit spielerische Vorteile erwerben. Notwendig sind diese allerdings nicht gewesen und wirkten eher wie kostenpflichtige Cheatmöglichkeiten. Möglich, dass das Unternehmen daraus gelernt hat.

Abseits von Mikrotransaktionen denkt Square Enix derweil offen darüber nach, wie die eigenen Entwicklerstudios die jeweiligen Spielerfahrungen noch weiter vertiefen und die Spieler dabei mit einbeziehen können. Ein erster Versuch in diese Richtung wird es mit der PC-Version von Final Fantasy 15 geben, die von Anfang an Modifikationen unterstützen soll.

Laut Matsuda handelt es sich dabei vorerst nur um ein Experiment von Square Enix, um herauszufinden, wie die eigenen Entwickler die Unterstützung von Mods sinnvoll nutzen können. Nichtsdestotrotz seien die PC-Spieler dem Unternehmen sehr wichtig.

Tags: Singleplayer  

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