Großbritannien: Bereits Elfjährige betreiben schon Online-Glücksspiel

von Sören Wetterau (13. Dezember 2017)

Circa elf Prozent der elf- bis 16-jährigen Kinder in Großbritannien haben schon einmal Glücksspiel mit Spielgegenständen wie Waffen-Skins betrieben. Dies geht aus einem Bericht der britischen Glücksspielbehörde hervor, die vor den Suchtgefahren solcher Skin-Wetten warnt.

Unter der Überschrift "Young people and gambling 2017" zeigt die Glücksspielbehörde auf, dass immer mehr Kinder mit Glücksspielen interagieren. Dazu gehören bereits Wetten unter Freunden, aber auch Rubbellose und Online-Glücksspiel, welches meistens staatlich sogar unreguliert und damit illegal ist. Hier stehen vor allem die Skin-Wettanbieter im Vordergrund.

Laut der Umfrage weiß ungefähr die Hälfte der befragten Kinder und Jugendlichen, dass es eine solche Form des Online-Glücksspiels gibt. Rund fünf bis sechs Prozent geben sogar an, dass sie an solchen Skin-Wetten im letzten Monat teilgenommen haben. Zum Vergleich: Über alle Wettmöglichkeiten hinweg haben elf Prozent angegeben, in letzter Zeit an Glücksspiel teilgenommen zu haben.

Bei Jungs (20 Prozent) ist Online-Glücksspiel übrigens beliebter als bei Mädchen (3 Prozent). Auch das Alter spielt eine gewichtige Rolle. Lediglich drei Prozent der Elfjährigen haben schon einmal Skin-Wetten ausprobiert, während es bei den 14- und 16-jährigen schon 14 Prozent sind.

Über die Hälfte der britischen Jugendlichen wissen bereits, dass es Online-Glücksspiel mit Spielgegenständen gibt. Elf Prozent haben es sogar schon ausprobiert. Bildquelle: UK Gambling CommissionÜber die Hälfte der britischen Jugendlichen wissen bereits, dass es Online-Glücksspiel mit Spielgegenständen gibt. Elf Prozent haben es sogar schon ausprobiert. Bildquelle: UK Gambling Commission

Vor allem Counter-Strike - Global Offensive wird öfters für solche Wettmöglichkeiten eingesetzt, obwohl Valve mittlerweile offiziell Lotterien untersagt hat. Nichtsdestotrotz existieren manche Anbieter weiterhin. Für die Glücksspielbehörde ist das ein schwerwiegendes Problem, denn die meisten solcher Webseiten entziehen sich den staatlichen Auflagen und halten sich dementsprechend nicht an die Gesetze.

"Wegen dieser nicht lizenzierten Skin-Wett-Webseiten werden die bestehenden Schutzvorkehrungen nicht angewandt und wir sehen Beispiele von wirklich jungen Menschen, elf- und zwölf-Jährigen, die sich mit Skin-Wetten beschäftigen, ohne zu wissen, dass es sich um Glücksspiele handelt", so Sarah Harrison von der britischen Glücksspielkommission.

In Zukunft will die Behörde deshalb deutlich strenger und effektiver gegen die Betreiber solche Glücksspiel-Webseiten vorgehen. Vorrangig, so der Bericht, gehe es darum, Kinder und Jugendliche vor möglichen Suchtfolgen zu beschützen.

Tags: Politik  

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