Star Citizen: Crytek verklagt die Entwickler der Weltraum-Simulation

von Robert Kohlick (14. Dezember 2017)

Chris Roberts' Mammut-Projekt Star Citizen könnte in den nächsten Wochen in juristische Schwierigkeiten geraten. Wie die Webseite Polygon berichtet, hat das Studio Crytek Klage gegen die Entwickler eingereicht.

Mit Star Citizen haben sich die Entwickler einiges vorgenommen. Im Video könnt ihr einen Blick auf das Spiel werfen

Star Citizen ging am 10. Oktober 2012 mit einer Kickstarter-Kampagne an den Start, die bei ihrem Abschluss am 19. November mehr als umgerechnet 5,27 Millionen Euro verbuchen konnte. Nach dem riesigen Erfolg auf der Crowdfunding-Plattform konnten die Entwickler bis heute knapp zwei Millionen Spieler dazu bewegen ihr Projekt mit insgesamt umgerechnet fast 147 Millionen Euro zu unterstützen.

Ein Teil dieses Geldes könnte die Entwickler-Studios Cloud Imperium Games und Roberts Space Industries jedoch in den nächsten Woche durch juristische Folgen verlieren. Crytek, das Studio hinter den Crysis-Spielen, hat nämlich offiziell Klage gegen die Entwickler von Star Citizen eingelegt. Laut Crytek haben sich die Studios des Vertragbruches schuldig gemacht.

Engine-Wechsel im Dezember 2016

Bis Ende 2016 arbeiteten die Entwickler von Star Citizen mit der Cryengine 3. Im Dezember entschieden sie sich jedoch dazu, die Engine gegen Amazons Lumberyard zu tauschen. Laut der Beschwerde von Crytek sei das jedoch nie vollständig umgesetzt worden. Stattdessen kann man in den Marketing-Materialien der Studios immer noch Code-Zeilen auf den Bildschirmen erkennen, die zeigen sollen, dass das Spiel zumindest teilweise immer noch auf der Cryengine 3 basiert.

Dass Amazons Lumberyard selbst auf der Cryengine basiert, macht die ganze Geschichte nicht weniger kompliziert. Des Weiteren wirft Crytek den beiden Studios vor das Cryengine-Logo beim Starten des Spiels entfernt zu haben, sowie in der Lizenzvereinbarung vergessen zu haben, darauf hinzuweisen, dass Modifikationen an der Engine vorgenommen wurden.

Entwickler sollen die Arbeiten mit der Engine einstellen

Da sich beide Studios zudem dazu entschlossen haben, die Einzelspieler-Kampagne Squadron 42 und das Hauptspiel Star Citizen als zwei getrennte Spiele zu verkaufen, haben sie sich laut Crytek eines weiteren Vertragsbruches schuldig gemacht. Crytek verlangt von den Entwicklern eine Schadensersatzzahlung und will zudem, dass die Studios nicht weiter mit der Cryengine 3 arbeiten.

Nach kurzer Zeit meldete sich ein Repräsentat der Angeklagten bei Polygon:

"Wir wissen über die Beschwerde von Crytek Bescheid, die das Unternehmen gegen uns beim zuständigen Bezirksgericht eingereicht hat. Cloud Imperium Games hat seit der Umstellung auf Amazon Lumberyard nicht mehr mit der Cryengine gearbeitet. Das ist eine wertlose Klage, gegen die wir uns mit aller Macht wehren werden und im gleichen Atemzug Schadensersatz von Crytek für alle aufkommenden Kosten fordern."

Star Citizen ist eine der vielversprechendsten Weltraum-Simulationen der letzten Jahre. Wir stellen euch dieses Spiel und ein paar andere Vertreter aus dem Genre in unserer Bilderstrecke einmal näher vor:

Was sagt ihr zu dieser verzwickten Situation? Hat Crytek eurer Meinung nach ein Recht auf Schadensersatz? Oder findet ihr die Klage sinnlos? Schreibt es uns einfach in die Kommentare.

Tags: Singleplayer   Multiplayer   Kickstarter  

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