Umsatzanalyse 2017: Die bestverkauften Spiele und Hardware des Jahres

von Micky Auer (15. Dezember 2017)

Die Videospielindustrie hat über den Verlauf des vergangenen Monats nochmal ordentlich an Umsätzen zugelegt. Schuld daran ist das Weihnachtsgeschäft, das bereits vor einigen Wochen begonnen hat. Die Marktforscher der NPD Group in den USA (NPD steht übrigens für National Purchase Diary und hat nichts mit der politischen Partei zu tun, die hierzulande die gleiche Abkürzung trägt) melden, dass Umsätze in der Höhe von 2,68 Milliarden Dollar getätigt wurden.

Das bedeutet im Vergleich zum November 2016 eine Steigerung von rund 30 Prozent. Der große Gewinner im November auf Seiten der Spieleabverkäufe ist Call of Duty - WW2 von Publisher Activision. Nicht nur hat sich der Weltkriegs-Shooter innerhalb eines Monats blendend verkauft, er avanciert auch gleich zum bestverkauften Spiel 2017.

(Quelle: YouTube, Mat Piscatella - NPD Analyst, US Video Games)

Hier die Umsatzzahlen für den November 2017 (alle Beträge in US-Dollar):

Total: 2,68 Milliarden Hardware: 1,147 Milliarden Software für Konsolen: 1,164 Milliarden Software für PC: 33 Millionen Accessoires: 344 Millionen

Wichtig zu erwähnen: Der NPD-Report deckt nicht den gesamten Markt ab. Gewisse Daten, wie zum Beispiel digitale Verkäufe von Plattformen wie Blizzards Battle.net) fehlen in den Ergebnissen. Die veröffentlichten Daten stellen eher sozusagen eine Momentaufnahme des Marktes in seiner Gesamtheit dar, wobei sich NPD auf Daten von teilnehmenden Publishern und Plattformen bezieht.

Das sind die bestverkauften Spiele 2017 bisher:

  • 1. Call of Duty: WWII
  • 2. Destiny 2
  • 3. NBA 2K18
  • 4. Madden NFL 18
  • 5. Tom Clancy’s Ghost Recon: Wildlands
  • 6. The Legend of Zelda: Breath of the Wild*
  • 7. Grand Theft Auto V
  • 8. For Honor
  • 9. Injustice 2
  • 10. Horizon Zero Dawn

Auf dem Hardware-Sektor behält Sonys PlayStation 4 die Nase vorn. Erstaunlicherweise hat Sony in dem Zeitraum, in dem Konkurrent Microsoft die Xbox One X auf den Markt gebracht hat, mehr PS4 abgesetzt als in jedem anderen Monat seit der Veröffentlichung der Konsole.

Dennoch können auch Microsoft und Nintendo auf gute Absätze blicken. Sowohl Nintendo Switch als auch diverse "Xbox One"-Modelle gingen häufiger als je zuvor über die Ladentheke.

Schlussendlich kann gesagt werden: Das Weihnachtsgeschäft ist für die Publisher bisher bereits ein großer Erfolg. Reine Zahlen geben jedoch nicht wieder, was sich sonst noch gerade auf dem Markt tut. So mag zum Beispiel Star Wars Battlefront 2 auf Platz zwei der Software-Verkäufe stehen, jedoch sorgt die Kontroverse rund um die Monetarisierung von Spielgegenständen für so viel Ärger, dass die Auswirkungen erst in der Zukunft sichtbar werden.

Tags: Hardware   Star Wars  

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