Spielesucht: Laut WHO nun eine ernstzunehmende Krankheit

von Micky Auer (26. Dezember 2017)

Eines gleich vorneweg: Wer viel spielt und viel Zeit vor PC oder Konsole verbringt, ist noch lange nicht süchtig nach Videospielen, sondern verbringt einfach nur gerne Zeit mit seinem liebsten Hobby. Es gibt jedoch Grenzen, die - wenn sie überschritten werden - in den Bereich der psychischen Erkrankung führen. Daher hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nunmehr die Sucht nach Spielen offiziell als Krankheit klassifiziert und anerkannt, wie die Seite wccftech berichtet.

Hiermit wird die Krankheit in die Liste "Internationale Klassifikation der Krankheiten" (ICD) aufgenommen. Die neue Version dieser Liste wird in absehbarer Zeit für das Jahr 2018 veröffentlicht. Eines darf dabei jedoch nicht übersehen werden: Die Spielesucht beschränkt sich in der Klassifizierung nicht nur auf Computer- und Videospiele.

Spielesucht definiert sich laut der noch unveröffentlichten Liste dadurch, dass für betroffene Personen das Spielen an sich ständig an Priorität gewinnt. Wenn das so weit geht, dass alle anderen Interessen im normalen Leben und sozialen Umgang nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, spricht man von einer Sucht. Dazu zählt auch, wenn betroffene Personen den Willen zeigen, ihre Spielaktivitäten fortzusetzen, selbst wenn das negative Konsequenzen im direkten Umfeld nach sich ziehen würde.

Wie jedoch schon eingangs erwähnt, muss das Bewusstsein dafür geschaffen werden, wo eine Sucht beginnt und wo es einfach nur eine mit Leidenschaft verfolgte Beschäftigung ist. Wladimir Posniak, seines Zeichens Experte beid er WHO mahnt, stehts auf eine genaue Differenzierung zu achten. Die Spielesucht ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, jedoch ist nicht automatisch jeder Spieler im gleichen Zug süchtig und abhänging davon.

Bereits im Sommer des auslaufenden Jahres 2017 wurde die Einstufung der Online-Spielesucht als offizielles Krankheitsbild von der WHO und der American Psychologial Association angeregt. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt: Es gibt bereits eine Vorabversion der kommenden ICD-Liste, die den Zusatz über die Spielesucht enthält. Ihr findet sie auf der Webseite der WHO. Ein Erscheinungsdatum für die endgültige Fassung wurde noch nicht kommuniziert.

Betrachtet euer eigenes Spielverhalten: Wie viel Zeit verbringt ihr mit Videospielen? Und noch wichtiger, würdet ihr Zeit mit Freunden und Familie ignorieren, um diese Zeit wiederum in Spiele investieren zu können? Diskutiert darüber gerne in den Kommentaren!

Tags: Politik  

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