Xbox One: 2018 könnte ein schweres Jahr werden

von Sören Wetterau (03. Januar 2018)

Mit der Xbox One X hat Microsoft im letzten Jahr ein größeres Technik-Update seiner aktuellen Konsolengeneration erfolgreich auf den Markt gebracht. 2018 muss sich das Unternehmen aus Redmond nun auf die Spiele konzentrieren und das könnte zu einem Problem werden, wie Engadget berichtet. Der Grund dafür, so der Tenor, sind fehlende Entwicklerstudios und der Mut zum Risiko.

Im Gegensatz zu Sony, die in den kommenden zwölf Monaten mit God of War, Detroit - Become Human oder auch Spider-Man noch einmal so richtig angreifen, sieht es bei Microsoft zum jetzigen Zeitpunkt eher düster aus, schreibt Engadget-Autor Timothy J. Seppala. Aktuell gebe es nur drei fest für 2018 angekündigte Spiele, bei denen es mehr oder weniger fraglich ist, ob es Spieler tatsächlich zum Kauf einer Xbox One bewegt.

Da wäre beispielsweise Crackdown 3, welches eigentlich hätte schon zeitgleich mit der Xbox One X erscheinen sollen. Im August hat Microsoft das Action-Spiel allerdings verschoben und bislang keinen neuen Termin genannt, geschweige denn frische Spielszenen präsentiert. Auf der anderen Seite stehen State of Decay 2 und Sea of Thieves, bei denen der ganz große Erfolg fraglich sei. Vor allem Entwickler Rare müsse sich nun beweisen und zeigen, dass es das Team immer noch genauso drauf hat, wie einst zu "Nintendo 64"-Zeiten.

Das Spiel mit dem größten Potenzial ist gewiss Ori and the Will of the Wisp, dessen Vorgänger auf ganzer Linie überzeugen konnte. Es ist allerdings fraglich, ob das Spiel genügend Glanz und Markenkraft besitzt, um die Konsolenverkäufe selbst anzukurbeln. Zudem ist eine Veröffentlichung für 2018 nicht hundertprozentig bestätigt.

Für Microsoft, so Seppala weiter, wird es 2018 also erneut recht schwer, die Kunden von der eigenen Konsole abseits der besseren Technik zu überzeugen. Dafür würden dem Unternehmen allerdings die Entwicklerstudios und die Risikofreude fehlen. Ersteres sei Eigenverschulden, da Microsoft beispielsweise erst im letzten Jahr die Lionhead Studios mitsamt der Fable-Reihe geschlossen hat.

Den fehlenden Mut sieht Sepalla hingegen darin, dass Microsoft sich zu oft auf die starken Marken Forza, Halo und Gears of War konzentriert. Nachfolger zu Sunset Overdrive, Alan Wake oder Ryse - Son of Rome sind hingegen nicht in Sicht, würden aber dem Exklusivangebot mehr Vielfalt und eine gewisse Breite verleihen.

Eine kurzfristige Lösung für das Problem sieht Engadget nicht. Allerdings könne Microsoft in den kommenden zwölf Monaten natürlich auch überraschen und schon längst einige Hochkaräter parat haben, die bislang noch unangekündigt sind. Eine einfache Aufgabe wird das allerdings wohl nicht.

Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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