LawBreakers: Hersteller Nexon schreibt Shooter ab und gibt PUBG eine Teilschuld

von Sören Wetterau (03. Januar 2018)

Es sollte zum Mehrspieler-Hit reichen und es wurde zum Fehlschlag: LawBreakers ist im August 2017 für PC und PlayStation 4 erschienen und konnte sich trotz guter Kritiken nicht durchsetzen. Für Hersteller Nexon bedeutet das einen herben Verlust, wie das Unternehmen in seinem Finanzergebnis offenlegt und den Shooter vollständig abschreibt.

Im Quartalsbericht schreibt Nexon, dass das eigene Ergebnis in Nordamerika deutlich unter den Erwartungen liegt. Verantwortlich sollen dafür die enttäuschenden Verkaufszahlen von LawBreakers sein, denn vom Mehrspieler-Shooter des ehemaligen "Gears of War"-Erfinders Cliff Bleszinski hat sich das koreanische Unternehmen deutlich mehr erhofft. Doch schon kurz nach der Veröffentlichung sind die Spielerzahlen auf Steam massiv abgestürzt und haben sich davon trotz Gratis-Wochenenden nicht mehr erholt.

Den Grund dafür sieht Nexon im übermäßigen Erfolg von Playerunknown's Battlegrounds, welches 2017 die Verkaufszahlen dominiert hat. "Wir haben sehr hohe Erwartungen an den Start gehabt, aber der Zeitpunkt des Starts hat sich als unglücklich erwiesen. Insbesondere das Blockbuster PC-Online-Game Playerunknown's Battlegrounds ist ungefähr zur gleichen Zeit erschienen, was das Marktumfeld für Ego-Shooter im Allgemeinen und LawBreakers sehr schwierig gestaltet hat", so der Hersteller.

LawBreakers ist somit laut Nexon hauptverantwortlich für den Großteil des Wertverlustes im letzten Finanzquartal. Was die Abschreibung für den Multiplayer-Shooter genau bedeutet, ist allerdings noch unklar.

Mögliche Szenarien beinhalten unter anderem einen Verkauf der Marke an ein anderes Unternehmen oder gar die komplette Einstellung des Spiels. Die Zukunft für LawBreakers ist demnach sehr ungewiss.

Tags: Multiplayer  

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