Destiny 2: Entwicklung wurde offenbar 16 Monate vor Veröffentlichung neugestartet

von Sören Wetterau (04. Januar 2018)

Obwohl schon im November 2014 bekannt geworden ist, dass Bungie an einem Nachfolger zu Destiny arbeitet, hat die Entwicklungszeit für das fertige Destiny 2 offenbar nur 16 Monate gedauert. Dies gibt zumindest Kotaku-Autor Jason Schreier im Destiny Tracker Podcast zu Worte. Dort widerspricht er manchen Fans, die davon ausgehen, dass Bungie sehr viel Zeit für die Entwicklung gehabt hätte.

(Quelle: Youtube, DestinyTracker)

Laut Schreier hat es rund anderthalb Jahre vor der Veröffentlichung von Destiny 2 einen wichtigen Wechsel innerhalb Bungies gegeben. Der bisherige Spieldirektor wurde entlassen und Luke Smith, der zuvor für die Erweiterung Destiny - König der Besessenen verantwortlich gewesen ist, hat den Job übernommen. Zeitgleich wurde die Entwicklung des Online-Shooters damit neugestartet.

Darüber, so Schreier, habe er schon im Mai 2016 berichtet, als erste Infos zu Destiny - Rise of Iron aufgetaucht sind. Er glaubt, dass im April davor die Entscheidung für Luke Smith gefallen sei. Das Team habe demnach gar nicht so viel Zeit gehabt, um tatsächlich viele Inhalte und Spielmechaniken für Destiny 2 zu entwerfen.

Um den Zeitplan von Hersteller Activision einzuhalten, habe Bungie daher entschieden, die ursprünglichen Planeten des ersten Spiels für Destiny 2 zu streichen. Die Pläne seien zu ambitioniert gewesen für die kurze Zeit. Stattdessen hat sich das Studio für den Einsatz des Eververse Shops stark gemacht.

Der stark umstrittene Ingame-Shop ist laut Schreier nicht die Idee von Activision, sondern stammt in erster Linie von den Entwicklern. Die Mikrotransaktionen, so die Theorie, sollten fortlaufende Inhalte finanzieren, die dann allen Spielern gratis zur Verfügung gestellt werden. Activision habe sich schlussendlich davon überreden lassen und die Genehmigung für den Shop erteilt.

Das Problem sei jedoch, dass Bungie nun wieder beim alten Schema ist und zusätzlich zum Eververse Shop kostenpflichtige DLCs veröffentlicht. Laut Schreier habe sich das Team damit nur selbst Schaden zugefügt, die Fans verärgert und die eigentlichen Entwicklungsprobleme keineswegs gelöst.

Weder Bungie noch Activision haben sich bislang zu diesen Gerüchten geäußert.

Tags: Rumor   Multiplayer   Science-Fiction  

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