Lootboxen: Hawaii überprüft Gesetze zur Altersbeschränkung und Transparenz

von Sören Wetterau (14. Februar 2018)

Nachdem vor kurzem die deutschen Landesmedienanstalten sich zum Thema Lootboxen geäußert haben, gibt es nun neue Stimmen aus dem US-Bundestaat Hawaii. Dort werden, so berichtet der Hawaiitribune Herald, demnächst gleich vier Gesetzesvorschläge geprüft, die für so manchen Hersteller unangenehm werden könnten.

Die Gesetzesvorschläge beschäftigen sich laut der Zeitung mit "ausbeutenden Monetarisierungstechniken in Videospielen". Eine treibende Kraft dahinter ist der Abgeordnete Chris Lee, der sich bereits in der Vergangenheit ganz klar gegen die Lootbox-Mechanik positioniert hat.

"Ich habe die Entwicklung der Industrie aus erster Hand beobachtet, von einer, die versucht, neue Dinge zu schaffen, zu einer, die begonnen hat, Menschen, insbesondere Kinder, auszubeuten, um den Profit zu maximieren."

Insgesamt stehen vier Gesetzesvorschläge auf dem Tagesplan. In der House Bill 2686 und der Senate Bill 3024 prüft der Staat Hawaii, ob sie ein Gesetz erlassen, welches Spiele mit Lootbox-Mechanismen erst an Spieler verkauft, die mindestens 21 Jahre alt sind. Jüngere Spieler sollen nicht in Kontakt mit der Finanzierungsmethode geraten.

Zusätzlich folgt die House Bill 2727 und die Senate Bill 3025, die Hersteller dazu verpflichten sollen, dass sie Spiele mit Lootboxen kennzeichen müssen. Außerdem sollen die Gewinnwahrscheinlichkeiten offengelegt werden.

Ob die Gesetzesentwürfe auch in die Tat umgesetzt werden, bleibt noch abzuwarten. In den USA ist Hawaii übrigens nicht der einzige Bundesstaat, der sich aktuell mit dieser Thematik beschäftigt und mögliche Konsequenzen prüft.

Tags: Politik  

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