Xbox-Chef: Die toxische Gamer-Kultur muss enden

von Sören Wetterau (23. Februar 2018)

In der Eröffnungsrede der Spielekonferenz DICE findet der Xbox-Chef und Microsoft-Mitarbeiter Phil Spencer klare Worte für ein Problem, welches die Branche seit längerem beschäftigt: Das toxische Verhalten innerhalb der Spiele sowie der Branche selbst muss bekämpft und gleichzeitig Inklusion in den Vordergrund gestellt werden.

(Quelle: Youtube, IGN)

Phil Spencer schlägt damit in dieselbe Kerbe wie auch Blizzard. Der Entwickler kämpft bei Overwatch seit Monaten gegen toxische Spieler an und versucht das zumeist vergiftete Spielklima wieder zu bereinigen. Ein Ansatz, den Spencer selbst nachgeht. Seit fast vier Jahren versucht er innerhalb von Microsoft mehr Inklusion zu fördern.

"Wir brauchten einen Neustart", so Spencer über das Xbox-Team und Microsofts genereller Firmenkultur. Fehler, wie etwa die Party zur Games Developer Conference 2016, als Microsoft nur spärlich bekleidete Tänzerinnen engagierte, sollen in Zukunft nicht mehr vorkommen. Stattdessen arbeitet das Team an Strategien, um eine inklusivere Kultur zu fördern.

"Es ist unglaublich langsam und schmerzhaft, jeden an Bord zu bekommen und seine eigenen Vorurteile einzugestehen. Es geht darum, sich zu verpflichten, immer wieder zuzuhören und zu lernen."

Inklusion gilt jedoch nicht nur für die Spielefirmen. Auch Spiele müssen laut Spencer eine solche Kultur als Ziel haben, um langfristig Erfolg zu haben. In einer Welt, in der immer mehr und mehr Menschen zu Videospielen greifen, müsse es darum gehen, die Diversität der Spieler aufzugreifen und alle Spieler willkommen zu heißen.

"Repräsentation ist nicht nur gesunder Menschenverstand, sondern auch guter Geschäftssinn", so Spencer, der damit die menschliche und geschäftliche Seite vereint. Damit setzt er ein klares Zeichen gegen Sexismus und andere Formen der Diskriminierung innerhalb der Spielebranche und der Spielergemeinschaft.

Dies macht vor Multiplayer-Spielen nicht halt. Laut Spencer haben die Unternehmen eine Mitschuld daran, wenn sie toxisches Verhalten nicht unterbinden beziehungsweise einschränken. Ein vergiftetes Spieleklima würde nämlich nicht nur die Einzelperson verletzen, sondern die gesamte Spieleindustrie.

Tags: Politik   Video  

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