Treffen im Weißen Haus: Trump zeigt Gewaltmontage

von René Wiesenthal (09. März 2018)

Das Treffen von U.S.-Präsident Donald Trump mit Vertretern der Spieleindustrie im Weißen Haus hat wie angekündigt stattgefunden. Um dem Ganzen die gewünschte Brisanz zu verleihen, habe Trump die Zusammenkunft mit einer Videomontage eröffnet, die besonders gewalthaltige Sequenzen in Videospielen zeigt.

Einem Bericht von Polygon zufolge mit den Worten „This is violent, isn’t it?“, also „Das ist brutal, oder?“. Das Video ist mittlerweile auch auf dem YouTube-Kanal des Weißen Hauses, The White House, zu sehen. Darin finden sich gewalthaltige Mitschnitte aus Sniper Elite 4, The Evil Within, Fallout 4 und anderen Horror- und Shooter-Spielen. Im Folgenden könnt ihr das Video sehen, das bei schwachen Nerven gemieden werden sollte:

Die Positionen, mit denen die Parteien in das Treffen gegangen sind, waren denkbar verschieden. Trump, so vermeldete es das Weiße Haus vorher, habe zur Kenntnis genommen, dass Studien eine Korrelation zwischen Videospielgewalt und realer Gewalt festgestellt haben. Die ESA, die amerikanische Spiele-Lobby, habe im Treffen allerdings gegensätzliche Annahmen ins Feld geführt. So nahm sie im Nachgang des Treffens wie folgt Stellung dazu:

“We welcomed the opportunity today to meet with the President and other elected officials at the White House. We discussed the numerous scientific studies establishing that there is no connection between video games and violence.”

Wir hießen die Gelegenheit willkommen, uns mit dem Präsidenten und anderen Amtstägern im Weißen Haus zu treffen. Wir diskutierten zahlreiche wissenschaftliche Studien, die beweisen konnten, dass es keine Verbindung zwischen Videospielen und Gewalt gibt.

Außerdem bestand die ESA darauf, dass das Einstufungssystem bei Videospielen hilfreich sei, um Eltern ausreichend aufzuklären. Sie attestierten dem Präsidenten aber eine aufgeschlossene und reichhaltige Diskussionskultur. Ein Kommentar des Weißen Hauses zum Treffen steht bisher noch aus, wie Gamespot berichtet. Es fand unter Ausschluss der Presse statt. Was also die langfristigen Schlüsse oder Konsequenzen der Diskutanten sein werden, sofern es solche geben wird, bleibt offen.

Damit geht die Diskussion um Gewalt in Videospiele also in die nächste Runde und betritt wieder einmal die große Bühne. Alles heiße Luft oder folgen nun Konsequenzen für die Spieleindustrie? Was haltet ihr von den Ereignissen? Sagt es uns in den Kommentaren!

Tags: Politik   Rumor  

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