Warframe: Entwickler entfernte Mikrotransaktionen wegen eines einzigen Spielers

von Luis Kümmeler (23. März 2018)

In einer Dokumentation zu Warframe hat ein führender Mitarbeiter von Digital Extremes erklärt, warum das Studio gewisse Mikrotransaktionen aus dem Spiel entfernte. Der Grund mag zunächst paradox klingen: Ein Spieler nutzte sie zu intensiv.

Warframe sagt euch nichts? Dann schaut euch den folgenden Trailer an:

Mit dem im vergangenen Jahr veröffentlichten Star Wars Battlefront 2 trat der Publisher Electronic Arts eine Kontroverse rund um Lootboxen und Mikrotransaktionen los. Mittlerweile überlegen sich Entwickler und Publisher den intensiven Einsatz der kostspieligen Bezahlinhalte zweimal – zu groß ist die Gefahr, dass die Spieler Sturm laufen.

Doch auch vor der Battlefront-Kontroverse gestaltete sich die Implementierung von Mikrotransaktionen mitunter kniffelig: In einer Dokumentation des YouTube-Kanals Noclip über den „Free to play“-Shooter Warframe aus dem Jahr 2013 geht es mitunter um genau dieses Thema. In Warframe gibt es nämlich sogenannte Kubrow – hundeähnliche Kreaturen, die als Haustiere für Spieler fungieren.

Wie der General Manager Sheldon Carter vom Entwickler Digital Extremes im Video reminisziert, gab es bei Veröffentlichung des Spiels eine Funktion, mit der Spieler die Fellmuster und -Farbe der Kubrow durch den Einsatz der kostenpflichtigen Platinwährung verändern konnten. Ein lukratives Geschäft für den Entwickler – doch auch eines, welches das Design des Spiels dramatisch veränderte. Und diese Erkenntnis gewann das Studio offenbar durch einen einzigen Spieler.

„Wir sahen, wie so ein Typ den Hebel gut 200 mal betätigte. Und wir fragten uns: 'Oh mein Gott, was haben wir getan? Wir haben einen Glücksspielautomaten kreiert.' Es kostete uns einige Tage, das wieder aus dem Spiel zu nehmen [...]“, so Carter im Interview. „Natürlich war es unglaublich profitabel, dass jemand so etwas tat. Aber das war nicht die Intention hinter unserem Design und dem Spiel. Deshalb haben wir es wieder geändert.“

Gut ein Jahr nach Veröffentlichung des Spiels entfernte Digital Extremes diesen Aspekt der Mikrotransaktionen. Andere blieben dem Spiel erhalten: Klassen (Warframes) und Waffen etwa lassen sich auch weiterhin durch Echtgeld erwerben. Da es sich aber um ein „Free to play“-Spiel handelt, werden Mikrotransaktionen hier generell nicht so kritisch bewertet, wie im Fall eines Star Wars Battlefront 2, das zum Vollpreis über die Ladentheken wanderte.

Tags: Multiplayer   Free 2 play  

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