Aktualisierte Nutzungsbestimmungen: Filter für anstößige Sprache bei Xbox Live und Co.

von Marvin Heiden (28. März 2018)

Anfang Mai treten bei diversen Microsoft-Diensten – darunter Xbox-Live, Skype, Cortana, Bing und mehr – neue Nutzungsbedingungen in Kraft, die von diversen Datenschützern als durchaus kontrovers eingestuft werden. Von diesem Zeitpunkt an soll nämlich verstärkt gegen „anstößige Inhalte“ vorgegangen werden, die Nutzer in Text-, Video- oder Sprachchats versenden.

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Zu diesem Zweck nimmt Microsoft sich heraus, die Nutzer, die nach Verstößen gegen die neuen Bestimmungen gemeldet werden, von ihren Diensten auszuschließen. Damit reagiert das Unternehmen auf die ebenfalls harsch kritisierten US-Verordnungen SESTA und FOSTA, mithilfe derer die Verbreitung von Gewalt, Hetze und Pornografie über das Internet gestoppt werden soll. Der Softwarekonzern betont jedoch, dass er die Aktionen seiner Kunden nicht unentwegt überwachen geschweige denn mithören werde. So hat sich beispielsweise auch der Verhaltenskodex von Xbox Live seit dem Jahr 2015 nicht mehr geändert und solle auch in Zukunft in unveränderter Form gelten.

Verbraucherschützer wie der US-Amerikaner Jonathan Corbett befürchten trotz der noblen Absicht des Unternehmens, das Internet zu einem sichereren Ort zu machen, Einschränkungen bei der freien Nutzung von Microsoft-Programmen, sowie potenzielle Spionage bei den Kunden. Betroffen seien ihm zufolge theoretisch auch Spiele wie Call of Duty, bei denen im kompetitiven Multiplayer bei Xbox Live explizite Gewalt zu sehen sei.

Tags: Multiplayer   Politik  

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