GTA und Co.: Gerichtsstreit über nicht-jugendfreie Games

von Marvin Heiden (03. April 2018)

Laut dem juristischen Nachrichtenportal Rechtsindex.de kam es im Hessischen Bad Hersfeld vor kurzem zu einem Elterlichen Rechtsstreit zum Thema Videospiele. So stritten die Elternteile eines 10-Jährigen darüber, ob er für sein Alter eigentlich nicht zugelassene Spiele wie Call of Duty oder Grand Theft Auto konsumieren dürfe.

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Sowohl der Vater als auch der Sohn besäßen jeweils eine PlayStation 4, auf die der Minderjährige uneingeschränkten Zugriff gehabt hätte. Nach Argumentation der Mutter sei es auch völlig in Ordnung, dass ihr Kind die oben genannten Spiele – insbesondere GTA – spielt, da es seine gleichaltrigen Klassenkameraden ebenfalls täten. Obwohl sie um die nicht zulässige Altersfreigabe des Spiels wusste, habe sie sich nicht vorstellen wollen, wie der 10-Jährige reagierte, wenn sie es ihm verbieten würde.

Diese Entscheidung nahm das Gericht ihr nun ab, indem es verfügte, dem Kind die fraglichen Spiele nicht mehr zugänglich zu machen. Die dort gezeigte Gewalt stelle eine Gefahr für das „geistige und seelische Wohl“ von Jugendlichen dar und sei daher zu vermeiden. Andere Games wie beispielsweise FIFA, die ausdrücklich für seine Altersklasse geeignet seien, dürfe er aber weiterhin spielen.

Was haltet ihr von dem Urteil? Wurde an dieser Stelle zu hart durchgegriffen oder findet ihr auch, dass manche Spiele einfach nicht in die Hände von Kindern gehören? Wie hättet ihr aus Sicht der Eltern gehandelt? Diskutiert in den Kommentaren!

Tags: Politik  

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