Schlechte Investition: Entwickler bezahlt 5.000 Euro an Streamer ohne Talent

von Marvin Heiden (23. April 2018)

Wie die Gaming-Seite shacknews.com berichtete, trafen die Hamburger Entwickler des Sci-Fi-Weltraum-Shooters Everspace im Rahmen einer Marketing-Kampagne für ihr Spiel eine Entscheidung mit unangenehmen Folgen. So erhielten 20 Streamer eine Bezahlung von bis zu 5.000 Euro pro Stunde, damit sie das Spiel auf ihrer Plattform zeigten. Gleich mehrere von ihnen erwiesen sich dabei jedoch als Nieten.

Everspace entführt euch in die unendlichen Weiten des Weltalls:

Bei der Reboot Developer Conference sprach Michael Schade, Geschäftsführer des Studios Rockfish Games, offen über die Fehlinvestition seiner Firma. Besonders ein YouTuber soll sich ihm zufolge beim Streaming von Everspace „wie ein Idiot“ verhalten haben. Die Übertragung seines Gameplays eröffnete er demnach mit den Worten: „Ich muss jetzt aufhören, Destiny 2 zu spielen, weil ich einen gesponserten Stream für ein Weltraumspiel mache und ich mag keine Weltraumspiele.“

Schade warnte auf der Konferenz seine Branchenkollegen davor, für Werbemaßnahmen Streamer zu engagieren, über die man sich im Voraus nicht ausreichend informiert habe. Insgesamt hätten von den 20 YouTubern und Influencern maximal drei oder vier eine brauchbare Vorstellung abgeliefert. Der Rest sei entweder nur durchschnittlich oder vollkommen desaströs gewesen.

Was haltet ihr von einer Werbekampagne in diesem Stil? Sollten Streamer und Influencer, wenn sie eine Gage erhalten, bei schlechter Leistung zur Rechenschaft gezogen werden? Oder sollte sich der Entwickler in diesem Fall besser nicht beschweren, getreu nach dem Motto: „Lieber schlechte Publicity als gar keine Publicity“? Diskutiert in den Kommentaren.

Tags: Twitch   YouTube  

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