Es ist beschlossen: In Belgien sind Lootboxen illegal

von Chiara Bruno (25. April 2018)

Nachdem sich die Niederlande den Lootboxen gewidmet hat, ist Belgien ebenfalls zu einem Entschluss gekommen: Lootboxen sind ein Glücksspiel und somit illegal. Das hat die belgische Glücksspielaufsichtsbehörde (Kansspelcommissie) beschlossen und kundgetan.

Star Wars Battlefront machte Lootboxen zu einem kontroversen Thema

Bereits im November stand die Entscheidung Belgiens fest. Damals war jedoch nicht klar, was es die Aussage "Die Mischung aus Geld und Sucht ist Glücksspiel" künftig für Videospiele bedeuten soll. Das ist nun klar. Als Beispiel für einen Verstoß gegen das belgische Gesetz nennt die Kommission die vier Spiele FIFA 18, Overwatch, Counter-Strike: Global Offensive und Star Wars Battlefront 2. Zurzeit der Untersuchungen hatte Star Wars keine Lootboxen, weswegen es der Verurteilung praktisch entkommen ist. In einem Statement sagt der Justiz-Ministers Koen Geens, dass FIFA 18, Overwatch and Counter-Strike: Global Offensive nun illegal seien und fordert, dass die Spiele ihre Lootboxen entfernen. Laut der belgischen Zeitung De Standaard drohten bei Verstößen Strafen von bis zu 800.000 Euro, sowie Gefängnisstrafen. Für Belgien sei die größte Sorge, welchen Einfluss die Lootboxen auf Jugendliche nehmen können.

Was passiert nun?

Geens möchte sich als nächstes mit Videospielherstellern und Entwicklern in Verbindung setzen, die für die Implementierung der Boxen verantwortlich sind. Wann das Gesetz nun in Kraft tritt und ab wann Konsequenzen eintreten, ist bisher unklar. Nach der Niederlande und Belgien, scheint es wahrscheinlich, dass sich Deutschland dem Thema erneut widmet.

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