Gerücht: Google will mit eigener Konsole in den Videospielmarkt einsteigen

von Luis Kümmeler (Freitag, 29.06.2018 - 09:58 Uhr)

Quelle: Matt Rourke/AP/dpaQuelle: Matt Rourke/AP/dpa

Gerüchten zufolge plant der Internetkonzern Google, mit einer eigenen Spiele-Hardware in den Videospielmarkt einzusteigen. Angeblich soll es sich dabei um eine Streaming-Plattform handeln, die mit Inhalten großer Entwickler aufwartet.

Video: Kommt da eine Streaming-Plattform à la GeForce Now auf euch zu?

Der Videospielmarkt wird fest dominiert von Sony, Microsoft und Nintendo. Doch die großen drei müssen sich unter Umständen auf starke Konkurrenz gefasst machen. Niemand geringeres als der Internetgigant Google möchte nämlich Gerüchten zufolge in die lukrative Spielebranche einsteigen, wie die englischsprachige Webseite Kotaku berichtet. Demnach plant das Unternehmen angeblich eine eigene Hardware mit dem Codenamen „Yeti“, will aber offenbar nicht den traditionellen Konsolenweg gehen, sondern auf Streaming setzen.

Ferner versucht der Konzern angeblich aggressiv, fähige Mitarbeiter von Spielestudios abzuwerben oder diese gleich vollständig aufzukaufen und unter seinem Banner zu vereinen. Schon auf der Game Developers Conference im März und auf der E3 2018 sollen sich Google-Offizielle mit diversen großen Studios getroffen haben. Mit einem attraktiven Spieleangebot könnte das Unternehmen Konsumenten einen Grund zu liefern, sich für die neue Plattform zu entscheiden.

Google wäre nicht das erste Unternehmen, das den Streaming-Weg einschlägt: Schon die Games-on-Demand-Plattform Onlive schlug vor einigen Jahren diesen Weg ein, scheiterte aber unter anderem aufgrund unzureichender Bildqualität und spürbarer Eingabeverzögerung. Deutlich erfolgreicher ist da mittlerweile das Nvidia-Angebot GeForce Now.

Bei dieser Art des Streamings wird die eigentliche Rechenlast Computern des jeweiligen Anbieters überlassen, was auf dem Papier klare Vorteile bringt. So sind Nutzer nicht mehr an teure Technik gebunden und können grafisch anspruchsvolle Spiele auf technisch unterlegener Hardware spielen. Entsprechend hoch sind dafür die Anforderungen an die Internetanbindung, die schnell und konstant sein muss.

Dass Google tatsächlich in den Videospielmarkt einsteigen will, ist nahe liegend, bislang aber noch nicht offiziell bestätigt. Vieles deutet allerdings darauf hin: So hatte der Konzern erst im Januar dieses Jahres den Videospielveteranen Phil Harrison eingestellt, der zuvor in führender Position bei Sony und Microsoft gearbeitet hatte.

Tags: Hardware  

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