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Rassisten-Gruppe: Multiplayer-Spiele würden für Rekrutierung benutzt

von Matthias Kreienbrink (Freitag, 29.06.2018 - 14:14 Uhr)

In einem "Ask me anything" auf Reddit haben User die Möglichkeit, bestimmten Personen Fragen zu stellen, die dann möglichst auch beantwortet werden. Nun trat Christian Picciolini vor die Reddit-Userschaft - ein ehemaliger Führer der "White Supremacist"-Bewegung, einer rassistischen Gruppierung, von der er sich inzwischen wieder gelöst hat. Bei der Befragung gab er einige interessante Infos über Multiplayer-Spiele weiter.

Auch hier scheinen Rassisten rekrutieren zu wollen:

Der User KidAtmos stellte Picciolini die Frage, ob die Rassisten direkt auf arme und ausgegrenzte Jugendliche zugehen, um zu Rekrutieren. Diese Frage bejahte dieser nicht nur, sondern gab darüber hinaus eine sehr interessante Info raus: Neben Internet-Foren, in denen es um Depressionen und mentale Erkrankungen gehe, würden auch Multiplayer-Spiele ein Ort sein, an denen die Rassisten gezielt versuchen würden, neue Mitglieder zu rekrutieren.

Dabei gingen sie laut Christian Picciolini so vor, dass sie in den Spielen über Sprachnachrichten oder auch schriftlich zunächst dezente Hinweise platzieren würden. Also wahrscheinlich in Andeutungen rassistische Äußerungen absondern. Sobald ein User auf diese eingeht, so Pricciolini, würden die rassistischen Anwerber deutlicher werden, um zu sehen, ob der User geneigt ist, Teil der "White Supremacists" zu werden.

Unter den Spielen seien Titel wie Fortnite, Minecraft oder Call of Duty. Also auch solche Spiele, die zu einem großen Teil von jungen Menschen frequentiert werden. Wir können an dieser Stelle nicht verifizieren, ob Picciolinis Äußerungen faktisch korrekt sind. Doch wir sehen es ähnlich wie die meisten User auf Reddit: sonderlich überraschend wäre es nicht. Ist es doch nicht das erst Mal, dass über Videospiele versucht wird, faschistische und rassistische Ideologien zu verbreiten. Zuletzt wurden etwa beim Chatprogramm Discord Nazi-Gruppen entdeckt, die gezielt Gamer ansprechen wollten.

Interessant ist, dass Christian Picciolini auch angibt, wie er schließlich einen Weg aus der rassistischen Ideologie der "White Supremacists" gefunden hat: durch Mitgefühl gegenüber den Menschen, die er eigentlich hassen sollte. Mit diesen Worten bleibt zu hoffen, dass die Rassisten keinen Erfolg haben werden, weitere Anhänger zu finden.

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