Fortnite: Erstes Turnier wird zum Reinfall

von Sören Wetterau (18. Juli 2018)

Lags, zurückhaltende Spieler und organisatorische Fehler: Das erste offizielle E-Sports-Turnier zu Fortnite konnte die Erwartungen der Zuschauer nicht erfüllen. Der Start des Summer Showdowns wurde zum Desaster.

Wo befindet sich der Schatz von Risky Reels? Wir helfen euch:

Epic Games hat gleich zu Beginn seines ersten Turniers nicht gekleckert: 250.000 US-Dollar waren im Preispool und sollten im Verlauf des Abends ihre kommenden Besitzer glücklich stellen. Allerdings hat sich das als nicht ganz so einfach erwiesen. Die Gründe dafür sind vielfältig und legen offen, dass die Verantwortlichen für die nächsten Turniere dringend nachbessern müssen.

Dies gilt vor allem für die Netzqualität, die im Turnier sehr schwankend war. Viele Teilnehmer hatten zwischenzeitlich mit schweren Lags zu kämpfen und konnten somit zum Teil ihre Waffen nicht wechseln oder sind aufgrund von Verzögerungen gestorben. Das sorgte mitunter für hörbaren Frust:

Ebenfalls verbesserungswürdig ist die Kameraführung, die oftmals recht unübersichtlich zwischen den einzelnen Twitch-Streams der Teilnehmer hin- und hergewechselt hat. Manchmal sogar so schnell, dass auf einmal eine interne Exceltabelle eingeblendet wurde:

Neben den technischen und organisatorischen Fehlern, steht unter den Fans auch das Turnierformat in der Kritik. Aufgrund des Umstandes, dass Abschüsse deutlich weniger wert als ein Sieg sind, haben viele Teilnehmer sehr defensiv und zurückhaltend gespielt. Nicht selten ist es dazu gekommen, dass sich beide Duo-Partner in Holz- und Metallfestungen eingebunkert und auf die nächste Zone gewartet haben.

Das hat wiederum dazu geführt, dass am Ende bis zu 40 Spieler die Endzone erreicht haben. Damit wurde es zwar zwangsläufig actionreicher, aber im selben Atemzug wurden die Netzwerkverzögerungen extremer. Einige Teilnehmer hat es sogar so heftig erwischt, dass sie aus der sicheren Zone wieder zurück in den Sturm teleportiert wurden und einfach gestorben sind.

Am Ende hat sich Epic Games dazu entschieden, das Turnier vorzeitig abzubrechen. Bleibt nur die Hoffnung, dass schon bei der nächsten Veranstaltung die meisten Probleme behoben sind, um ein weiteres Desaster zu vermeiden.

Nach Ablauf der ersten Woche des Summer Showdowns führen übrigens Kevie1 und sein Partner Notvivid die Rangliste an. Allerdings sei dazu erwähnt, dass aufgrund der vielen Probleme lediglich vier von zehn Matches gespielt worden sind.

Tags: Multiplayer   E-Sport  

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