Bioware: Anthem weist den Weg für Mass Effect und Dragon Age

von Micky Auer (03. September 2018)

Mit dem Konzept für Anthem entfernt sich Entwickler Bioware ein Stück weit von der bisherigen Norm in Sachen Aufbau und Veröffentlichungspolitik für MMOs. Das hat auch Einflüsse darauf, wie das Entwickler-Team an zukünftige Projekte im "Dragon Age"- und "Mass Effect"-Universum herangehen möchte, wie die Kollegen von Gamerant berichten.

Auf der Penny Arcade Expo West (kurz: PAX West), Teil einer Reihe von Conventions für Videospiele in den USA und Australien, erklärte das Anthem-Team, dass die Erzählstruktur in Anthem auf einer Methode basiert, die auch für andere große Marken des Unternehmens herangezogen werden soll. Im Klartext heißt das: Die Geschichte wird als Teil eines "Live Services" bereitgestellt, so dass neue Teile der Erzählung nach der Veröffentlichung des Spieles geliefert werden können.

Und so sieht Anthem in Bewegung aus:

Anthem stellt somit mehr oder weniger die Blaupause für zukünftige Projekte dar. Bleiben wir am Beispiel von Anthem, um euch die geplante Struktur zu verdeutlichen: Tarsis ist die "Hub World" in Anthem. Der Ort, an dem sich die Spieler tummeln, um die eher traditionellen RPG-Elemente und Geschichtsabschnitte zu erleben. Die offene Welt, die online erkundet werden soll, ist hingegen die Umgebung, in der ihr Missionen erfüllt, Beute findet und wo die ganze Action stattfindet.

"Erinnert euch an die graue Vorzeit. Da haben wir Spiele veröffentlicht, die Geschichten rund um die Charaktere in diesen Spielen enthalten. Danach haben wir DLCs veröffentlicht, in denen wir neue Aspekte erzählt haben. Die Richtung, in die wir mit Anthem gehen wollen, lautet: Wir wollen auch Monate und Jahre nach der Veröffentlichung neue, großartige Geschichten bereitstellen können," sagt Michael Gamble, Lead Producer von Anthem.

"Damit können wir im Falle von Anthem die Geschichte erweitern. Sei es für einen der Agents oder weil sich gewisse Dinge in der Spielwelt ereignet haben, die Veränderungen in den großen Zusammenhängen oder auch nur bezogen auf einen bestimmten Charakter und Missionen rund um diese Figur bewirken. Oder wir fügen sogar neue Charaktere hinzu, neue Agents. All das können wir tun, und Anthem gibt uns die Werkzeuge, um all das auch umzusetzen," erklärt Gamble weiter.

Im Zuge dessen schließt Michael Gamble mit der Aussage ab: "Was ich damit sagen will: Ich hoffe, dass zukünftige Spiele, egal ob Dragon Age oder das andere da, das mit 'Mass' beginnt, diese Art der Erzählweise ebenfalls nutzen werden."

Auch Publisher Ubisoft hat vor kurzem verlautbart, dass das Unternehmen den Fokus auf "unendliche Spiele" legen möchte. Also Spiele, die nach Veröffentlichung quasi unendlich lange weitergeführt werden können. Vorbild für dieses Konzept sind vermutlich in beiden Fällen die hohen Produktionskosten. So kann eine bestehende, fertig entwickelte Spielwelt weiterhin genutzt werden, im Gegensatz zu in sich geschlossenen Spielen

Was haltet ihr davon? Alles deutet darauf hin, dass sich große Studios in Zukunft auf diese Art des Spielaufbaus stützen wollen. Haltet ihr das eher für einen Flickenteppich oder seht ihr darin Potenzial? Sagt uns gerne in den Kommentaren, wie ihr dazu steht.

Tags: Science-Fiction  

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