Assassin's Creed - Odyssey: Mikrotransaktionen verzerren laut Ubisoft nicht das Gameplay

von René Wiesenthal (11. Oktober 2018)

Mikrotransaktionen sind ein umstrittenes Spiel-Feature. So auch im neusten Ubisoft-Blockbuster Assassin’s Creed – Odyssey. Das amerikanische Spielemagazin Kotaku ist ihnen im Austausch mit Ubisoft auf den Grund gegangen und erklärt, inwiefern das Versprechen seitens der Entwickler sich bewahrheitet, Mikrotransaktionen hätten keinen Einfluss auf das Spiel.

Auch ohne Mikrotransaktionen - hier seht ihr alle legendären Rüstungen:

Die Shop-Mechanik von Odyssey funktioniert grundsätzlich ebenso wie in Assassin’s Creed – Origins: Spieler können gegen Echtgeld die In-Game-Währung Helix kaufen und damit digitale Spielinhalte erwerben. Je größer die bei einem Kauf erworbene Zahl an Helix ist, desto geringer wird der Kurs für eine einzelne Einheit. Erwerbliche Inhalte reichen von kosmetischen Veränderungen bis hin zu Ausrüstung und Erfahrungs-Boostern.

Die amerikanischen Kollegen von Kotaku stellen fest, dass Gegenstände, die gegen Echtgeld erworben werden können, zwar den Seltenheitsstatus "legendär" besitzen, allerdings allesamt auch durch gewöhnliches Spielen erhältlich sind. Somit sind die Gegenstände, die über Mikrotransaktionen zu bekommen sind, nicht notwendigerweise die besten, die ihr kriegen könnt. Jedoch gehören einige der außergewöhnlichsten dazu, wie ein Pferde-Skin, der euer Ross zum geflügelten Pegasus werden lässt.

Wie Ubisoft gegenüber Kotaku wissen lässt, könnten über Lootboxen mit dem Namen „Olympische Gaben“ allerdings auch diese Gegenstände gefunden werden. Ihr erhaltet sie bei einem Händler. Spieler, die kein zusätzliches Geld ausgeben, hätten so potenziell die Chance, an jedes Item aus dem Shop zu kommen – abgesehen von Erfahrungs-Boostern und speziellen Schatzkarten.

In Origins gab es dieses System bereits unter anderem Namen. Jedoch habe man im Vorgänger noch einige Wochen warten müssen bis neue Shop-Gegenstände über kostenlose Lootboxen in Umlauf gebracht wurden. In Odyssey hingegen würden die Shop-Gegenstände direkt mit der Veröffentlichung auch in den Lootboxen verteilt. Wie hoch die Wahrscheinlichkeiten sind, über eine Olympische Gabe an einen Shop-Gegenstand zu kommen, verrät Ubisoft nicht. Sie sei jedoch höher als in Origins.

Was hier den Erwerb neben der Zufallsverteilung im Vergleich zum direkten Kauf erschwert: Ihr benötigt zum Erhalt der Olympischen Gaben eine Ressource namens Orichalcum, die sehr viel schwieriger zu bekommen ist als die Standardwährung Gold. Damit dauert es auch potenziell länger, die Shop-Gegenstände übers normale Spielen zu erhalten als noch in Origins. Das bestätigt Ubisoft gegenüber Kotaku.

Weiter lässt Ubisoft über das System wissen, dass die Premium-Gegenstände nicht mehrmals in den Lootboxen erscheinen, sie könnten über mehrere Spieldurchläufe hinweg verwendet werden und es gäbe einen Rabatt bei Bundles im Shop, wenn einer oder mehrere Gegenstände aus dem Set bereits über eine kostenlose Lootbox gefunden wurden. Was Ubisoft derweil strikt dementiert: Der Schwierigkeitsgrad und die Level-Progression seien nicht gestreckt und so angepasst wurden, dass Shop-Käufe gegen Echtgeld deutlich attraktiver oder gar notwendig würden.

Könnt ihr das bestätigen oder habt ihr das Gefühl, künstlich ausgebremst und zum Shop gedrängt zu werden? Teilt uns eure Erfahrungen mit Assassin’s Creed – Odyssey in den Kommentaren mit, wir freuen uns darauf, sie zu lesen!

Tags: Rumor   Singleplayer   Open World  

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