Überstunden bei Rockstar: Dan Houser rudert von seinen Aussagen zurück

von René Wiesenthal (16. Oktober 2018)

Die Meldung, dass Mitarbeiter von Rockstar Games bis zu 100 Stunden pro Woche arbeiten müssten, um Red Dead Redemtion 2 fertigzustellen, hat viele erschrocken. Rockstar-Mitbegründer Dan Houser rudert in einem Statement, das er dem Magazin Variety gesendet hat, nun etwas von seinen vorherigen Aussagen zurück.

Wie viel Arbeit steckt wirklich in Red Dead Redemption 2?:

Überstunden sind in der Videospielbranche keine Seltenheit. Dass es für die Fertigstellung von Read Dead Redemption 2 allerdings bis zu 100 Wochenstunden an Arbeitszeit pro Mitarbeiter erfordere, war für viele trotzdem ein Schock. Nun relativiert Rockstar-Urgestein Dan Houser seine Aussagen stark. Es sei dabei nur um den Arbeitsplan von vier Leuten im Betrieb gegangen, von denen einer Houser selbst sei.

Des Weiteren habe er nur einen Zeitraum von drei Wochen gemeint, in denen die leitenden Autoren, neben Houser also außerdem drei Mitarbeiter, intensiver arbeiten mussten, um alles Nötige fertigzustellen. In Bezug auf andere Mitarbeiter im Unternehmen sagt Houser weiter:

Noch wichtiger ist: Wir erwarten ganz klar von niemand anderem, so viel zu arbeiten. Im gesamten Unternehmen haben wir einige Führungspersonen, die sehr viel arbeiten, einfach, weil sie leidenschaftlich an ihre Projekte oder ihre Arbeitsbereiche gehen. Und wir glauben, diese Leidenschaft spiegelt sich in den Spielen wieder. Aber zusätzlicher Einsatz ist optional, wir erwarten oder fordern das von niemandem.

Das ursprüngliche Interview hatte zuvor verschiedenste Reaktionen ausgelöst, wie Variety zusammenfasst. Kommentare reichten von Wut darüber, dass ein Konzern wie Rockstar Mitarbeiter ausnutze, bis hin zur Erinnerung daran, dass so genannte Crunchtimes schon lange ein Problem großer Entwicklerstudios seien. Mindestens ein ehemaliger Rockstar-Mitarbeiter habe kommentiert, dass die Arbeit an einem älteren Titel "die Hölle" gewesen sei.

Die jüngsten Aussagen von Houser lesen sich weitaus weniger brisant als das, was zuvor im Interview durchkam. Außerdem sprechen sie auch eine ganz andere Sprache als die Vorwürfe, die Rockstar bereits in der Vergangenheit gemacht wurden. Haltet ihr das nur für einen Versöhnungsversuch oder glaubt ihr, dass die Arbeitsbedingungen bei Rockstar so gut sind, wie Houser sie formuliert? Sagt es uns in den Kommentaren!

Tags: Rumor   Singleplayer   Open World  

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