Artifact: Spieler erzürnt über Valves Bezahlsystem

von Tom Lubowski (Montag, 19.11.2018 - 14:23 Uhr)

Die Open-Beta des Strategiekartenespiels Artifact startet zwar erst morgen, doch bereits jetzt droht der Launch ein ziemlicher Reinfall werden zu können. Entwickler Valve wagt sich nämlich bei dem Thema Mikrotransaktionen auf eine neue Stufe der Profitgier - und erzürnt damit eine Reihe von Spielern, die das Kartenspiel bereits erwartet haben.

Mit diesem Teaser versuchte Valve neugierig auf Artifact zu machen - die positiven Erwartungen dürften allerdings nun zunichtegemacht worden sein:

Ein gestriger reddit-Post, welcher die Spieler dazu aufforderte, getätigte Vorbestellungen von Artifact zu stornieren, wurde aufgrund der Brisanz des Themas in Windeseile zum Top-Thema des Artifact-subreddit. Doch nicht nur dieser Thread verkündet den allgemeinen Unmut gegenüber Valves neuem Bezahlmodell. Ein weiterer Post formulierte den Vorwurf, dass es die Spieler "für alles bezahlen lassen soll, was sie tun". Doch was lässt die Spieler konkret auf die Barrikaden gehen?

Das Konzept ist denkbar einfach: Für 20 US-Dollar lässt sich das Spiel erwerben, die Spieler erhalten für den Preis obendrein noch ein Starterpaket an Karten. Allerdings lassen sich neue Karten nur erwerben, sofern ihr weitere zwei US-Dollar pro Boosterpack auf den Tisch legt. Alternativ lassen sich auch bestimmte Karten auf dem virtuellen Marktplatz erwerben. Karten, die zum Standardpaket gehören, sind hier wertlos, während seltene, spielstarke Karten aller Voraussicht nach Mondpreise erzielen werden. Der Team Liquid Pro-Spieler Savjz kritisierte via Twitter, die strategischen Stärken des Spiels würden unter dem Profitmaxierungswillen Valves leiden, das Ganze sei ein "riesiger Fehler".

Zwar besteht daneben auch die Möglichkeit Kartenpacks zu gewinnen, dies hat - wie bereits zu erwarten war - aber auch seinen (Eintritts-)Preis. In den Modi "Expert Constructed" und "Phantom Draft Gauntlets" haben die Spieler die Option für ein Ticket, welches zuvor käuflich erworben werden muss, eine Reihe von Matches zu bestreiten. Verliert ihr zwei Spiele mit der Nutzung eines Tickets, endet der jeweilige Modus für euch - je mehr Siege ihr zuvor eingeheimst habt, desto größer ist die Belohnung am Ende. Dass sich hier also wohl ein Fokus auf die Marktplatz-Wirtschaft anbahnen wird, ist also abzusehen.

Was haltet ihr von Valves Bezahlsystem in Artifact? Befürchtet ihr, dass die Spieler es bald mit einem bisher ungeahnten Ausmaß an Mikrotransaktionen, Lootboxen und co. zu tun bekommen? Oder seht ihr diesen Vorfall eher gelassen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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