Metro 2033: Verfilmung gestoppt, weil sie in Amerika spielen sollte

von Stephanie Schulze (10. Dezember 2018)

Der Autor Dmitry Glukhovsky zeichnet sich für die post-apokalyptische „Metro“-Buchreihe verantwortlich, von der es auch einige Videospielableger gibt. Bereits seit 2012 besitzt die Firma MGM die Rechte an einem „Metro 2033“-Film. Jedoch wurden die Produktionsarbeiten zum Film jüngst gestoppt, weil der Drehbuchautor entgegen den Wünschen des Buchautors plante, das Setting anstelle von Moskau nach Amerika zu verlegen.

So sieht das Videospiel zu Metro 2033 aus:

Die Verfilmung von Metro 2033 sollte sich wie das gleichnamige Videospiel an die Story-Vorlage von Dmitry Glukhovsky halten. Der Drehbuchautor F. Scott Frazier beschloss allerdings, die Geschichte rund um das post-apokalyptische Geschehen innerhalb der Moskauer U-Bahn-Tunnel von Metro 2033 komplett nach Amerika, genauer gesagt nach Washington D.C. zu verlegen. Der Autor zeigte sich mit der Entwicklung des Skriptes nicht einverstanden, weshalb die Rechte am Film zu ihm zurückgingen.

Glukhovsky äußert sich dazu in einem Interview mit der Webseite vg247:

„Derzeit sprechen wir mit neuen Produzenten über eine mögliche Adaption, aber das ist ein langer und schwieriger Prozess. Ich bin dennoch optimistisch.“

Der Autor sieht Moskau als zentralen Handlungspunkt von Metro 2033.Der Autor sieht Moskau als zentralen Handlungspunkt von Metro 2033.

Glukhovsky erklärt zudem, warum Washington D.C. als Ort des Geschehens für Metro 2033 nicht funktioniert hätte: Metro lebt seiner Ansicht nach von seinem Charme und seiner besonderen, düsteren Stimmung im U-Bahn-System von Moskau. In Glukhovskys Buch geht es um Fremdenfeindlichkeit, Tribalismus und Nationalismus. Der Protagonist trifft während seiner Reise durch den Untergrund zahlreiche verschiedene Stämme, welche soziale Strukturen widerspiegeln.

Diese Themen, so Glukhovsky, hätten in Washington D.C. nicht überzeugen können. Laut dem Autor wäre vor allem die Fremdenfeindlichkeit in der amerikanischen Stadt nicht nachvollziehbar gewesen, weswegen man überlegte, anstelle dunkelhäutiger Menschen Monster in den Film einzubringen, um die Angst der Tunnel-Bewohner auf andere Art zum Ausdruck zu bringen. Diese Idee gefiel dem Autor nicht.

Im Jahr 2007 stellte Glukhovsky sein Buch Metro 2033 in Russland vor.Im Jahr 2007 stellte Glukhovsky sein Buch Metro 2033 in Russland vor.

Glukhovsky sagt zudem:

„Sie haben Angst davor, das Setting nach Moskau zu verlegen, weil Amerikaner den Ruf haben, Geschichten über Amerika zu mögen.“

Dabei betont Glukhovsky, dass sich die Bücher und die Videospiele zu Metro bereits Millionen Mal weltweit verkauft haben, weswegen es durchaus möglich ist, dass die Leute auch eine Geschichte in Moskau akzeptieren würden. Die amerikanische Version der Apokalypse, meint Glukhovsky, wäre schon sehr oft gezeigt worden und die Zuschauer wünschen sich sicherlich nicht noch mehr davon.

Könnt ihr die Entscheidung des russischen Autors nachvollziehen oder findet ihr sie übertrieben? Freut ihr euch auf den „Metro 2033“-Film, wann auch immer er erscheinen wird? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!

Tags: Film  

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