E-Sports: Horst Seehofer ist zuständiger Minister und erntet Kritik

von Tom Lubowski (18. Dezember 2018)

Wer kümmert sich eigentlich um das Thema E-Sport in der Bundesregierung? Das fragte sich auch die Bundestagsfraktionen von "Bündnis 90/Die Grünen". Demnach soll die Thematik in das Ressort von Bundesinnenminister Horst Seehofer fallen. Doch nicht nur diese Zuordnung stößt auf Kritik.

Auch Counter-Strike ist sehr beliebt in der E-Sports-Szene:

Für die aktuelle Legislaturperiode haben die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD einige Vorhaben beschlossen, welche die Gamingbranche betreffen: Darunter fallen die Einführung einer Spiele-Entwicklungs-Förderung auf Bundesebene, die Weiterentwicklung des Computerspiele-Preises und die "vollständige Anerkennung von E-Sport als eigener Sportart". Wie aus einem Artikel von gameswirtschaft.de hervorgeht, haben die Grünen im November in einer "kleinen Anfrage" versucht, in Erfahrung zu bringen, welches Ministerium hierfür überhaupt verantwortlich sei. Nun soll dies offenbar in den Aufgabenbereich von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) fallen, dessen Ministerium traditionell auch für den Bereich "Sport" zuständig ist.

Allerdings wurde die Auswahl der Spiele, welche laut Bundesinnenministerium unter den Begriff E-Sport fallen sollen, stark eingeschränkt. Gemeint seien dabei nur Spiele "mit Sportbezug" wie FIFA 19, PES 2019 und NBA 2K19.

Damit werden die internationalen E-Sports-Giganten wie Fornite, Counter-Strike Global Offensive oder League of Legends kategorisch ausgeschlossen. Seehofer folgt demnach der Linie des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), der zwar "virtuelle Sportsimulationen" in Sportvereinen tolerieren will, diese sollen allerdings nicht gemeinützig werden dürfen, sofern dort Spiele dieser Art gespielt werden würden.

Bereits im Vorfeld wurde offengelegt, dass die Beurteilung dessen, welche Spiele als E-Sport-tauglich klassifiziert werden, maßgeblich vom DOSB abhänge - sehr zum Leidwesen von Digitalisierungsbefürwortern und den Verbänden der deutschen Spiele-Industrie. „Die Einschränkung auf sportbezogene Videospiele ist allerdings ein deutlicher Rückschritt gegenüber den Ankündigungen des Koalitionsvertrages, eSport ‚vollständig‘ als Sportart anzuerkennen.“, mahnte Hans Jagnow, eSport-Bund Deutschland (ESBD). Wenn die Bundesregierung in diesem Bereich tatsächlich etwas ändern wolle, dann müsse sie ihren Versprechen aus dem Koalitionsvertrag gerecht werden, so der ESBD weiter.

Was haltet ihr von der Thematik? Findet ihr, die Bundesregierung sollte E-Sports stärker fördern? Oder hat für euch Leistungssport einen "höheren" Stellenwert? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Tags: E-Sport   Politik  

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