Twitch: Bann wird aufgehoben, obwohl Streamer seine Frau geschlagen haben soll

von Stefan Wirth (04. Januar 2019)

Vor einer Weile berichteten wir vom Fall des australischen Twitch-Streamers MrDeadMoth. Dieser steht unter dem starken Verdacht, seine Frau während eines Fortnite-Livestreams geschlagen zu haben. Auch wenn er deswegen festgenommen und von der Streaming-Seite gebannt wurde, ist er mittlerweile wieder auf freiem Fuß und kann wieder streamen. Der ganze Fall scheint jedoch nicht so klar zu sein wie es auf den ersten Blick erscheint.

Über Fehltritte, die sich Streamer und YouTuber leisten, haben wir schon einmal am Beispiel von PewDiePie gesprochen:

Während eines Fortnite-Streams schlug MrDeadMoth, der mit bürgerlichem Namen Luke Munday heißt, allem Anschein nach seine Frau. Mitschnitte des Ereignisses kursierten kurz darauf auf den sozialen Netzwerken und auf YouTube. Jedoch ist nicht explizit zu sehen, wie Munday zuschlägt, es ist lediglich ein Klatschen zu hören, woraufhin seine Frau ihn unter Tränen als Frauenschläger bezeichnet. Warnung: Im folgenden Video sind Implikationen häuslicher Gewalt enthalten:

(Quelle: YouTube, DetniatSluos)

Kurz nach dem Vorfall wurde Munday von der örtlichen Polizei festgenommen und muss sich vor Gericht in mehreren Fällen häuslicher Gewalt und Gefährdung des Kindeswohls verantworten. Des Weiteren wurde sein Twitch-Account gebannt. Jedoch scheint dies nur eine Hälfte der Geschichte zu sein. So berichtet die englischsprachige Seite Gamerant, dass Munday vor dem im Video gezeigten Vorfall von seiner Frau mit Gegenständen beworfen und heruntergemacht worden sei.

Dies rechtfertigt auf keinen Fall das Verhalten des Streamers, trägt jedoch im wichtigen Maße dazu bei, die Gesamtsituation zu verstehen. Was in diesem Kontext jedoch verwundert, ist, dass der Streamer am vergangenen Mittwoch, dem 2. Januar, schon wieder streamen konnte. Twitch scheint es also nicht zu gelingen, die eigenen Regeln durchzusetzen.

Während Streamer, die sich homophober, rassistischer oder anderweitig beleidigender Sprache bedienen, zu Recht für mindestens 30 Tage gebannt werden, konnte Munday schon nach weniger als einem Monat wieder auf seinen Kanal zugreifen. Bekannte Streamer wie Ninja oder Montana Black scheinen gar keine Konsequenzen zu fürchten. Twitch sieht sich also zu Recht der Kritik ausgesetzt.

Von der Streaming-Seite selbst gab es noch kein Statement dazu, wieso es MrDeadMoth wieder möglich war zu streamen. Sein Account scheint jedoch wieder gesperrt zu sein. Wie sich die Situation noch weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Twitch sollte jedoch in Zukunft genauer darüber nachdenken, wie die Strafen für Streamer aussehen sollten.

Häusliche Gewalt, Alkoholexzesse, Rassismus, Homophobie und viele andere Probleme häufen sich mittlerweile auf Twitch. Einen konsequenten Umgang damit scheint es auf der Seite noch nicht zu geben, jedoch ist es allerhöchste Zeit dafür. Habt ihr schon negative Erlebnisse mit der Streaming-Plattform gemacht? Verratet es uns in den Kommentaren!

Tags: Twitch  

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