Nach Trennung von Activision: Wohin geht die Reise von Bungie?

von Sören Wetterau (11. Januar 2019)

Sie gehört schon jetzt zu den überraschendsten Nachrichten des Jahres: Bungie und Activision trennen sich. Nur was bedeutet das für die Destiny-Entwickler und in welche Zukunft blickt das Unternehmen?

Destiny 2 - Forsaken war die letzte Zusammenarbeit von Bungie und Activision:

Aus der offiziellen Mitteilung von Bungie geht in erster Linie hervor, dass sich kurzfristig nicht viel ändern soll. Destiny 2 erhält weiterhin die bereits zuvor versprochenen Inhalte für 2019, darunter die beiden noch ausstehenden Mini-Erweiterungen. Zudem wird der Ego-Shooter nicht aus dem Battle.net verbannt, sondern wird dort weiterhin angeboten und seitens Blizzard unterstützt.

Was darüber hinaus passiert, ist aber völlig unklar. Bungie selbst spricht von einigen spannenden Ankündigungen, die es im Laufe der nächsten Wochen und Monate geben soll, aber hält sich bezüglich der Details noch sehr bedeckt. In der Community wird die Trennung von Activision in der Zwischenzeit überwiegend positiv aufgenommen. Viele Fans freuen sich darüber, dass sich Bungie "endlich aus den Fängen des bösen Publishers", so der Tenor vieler Beiträge, befreien konnte und hoffen auf eine positive Zukunft.

Ob sich tatsächlich nun alles zum Besseren wendet, bleibt abzuwarten. Schließlich ist es nicht so eindeutig zu sagen, ob die Destiny-Marke tatsächlich unter einem potentiellen Einfluss von Activision gelitten hat oder schlichtweg andere Probleme dem Shooter bislang im Wege gestanden haben. Nicht zu vergessen gilt es, dass die Entwicklung von Destiny und dessen Nachfolger keineswegs eine günstige Angelegenheit gewesen ist. Für einen dritten Serienteil ist es demnach nicht unwahrscheinlich, dass sich Bungie erneut auf die Suche nach einem finanzkräftigen Investor begeben muss. Einer davon ist sogar bereits mit an Bord.

Bungie-Partner NetEase ist auch verantwortlich für Diablo - Immortal:

Im Juni 2018 gibt Bungie bekannt, dass sie an einer neuen, großen Marke in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Unternehmen NetEase arbeiten. Insgesamt stellt der Konzern eine Finanzsprite in Höhe von 100 Millionen US-Dollar bereit. Handfeste Informationen zu dem Projekt gibt es bislang aber nicht. NetEase dürfte derweil vielen Spielern hierzulande spätestens seit der BlizzCon 2018 ein Name sein, denn die Firma ist mitverantwortlich für das bereits häufig kritisierte Diablo - Immortal.

Zum Schluss gilt festzuhalten: Trotz der Trennung von Activision wird Bungie nicht so schnell aus dem Rampenlicht verschwinden. Wie es um die Destiny-Marke bestellt wird, dürfte sich im Laufe des Jahres herausstellen, während sich die Entwickler bereits um eine zweite Marke kümmern. Ob das alles gut geht, wird die Zeit zeigen.

Tags: Multiplayer  

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