Gearbox Software: Chef des Borderlands-Machers soll Kinderpornographie besitzen

von Micky Auer (14. Januar 2019)

Es herrschen stürmische Zeiten für Randy Pitchford, Chef des Entwicklerstudios Gearbox Software (Borderlands, Aliens - Colonial Marines). Wie die englischsprachige Seite Arstechnica berichtet, befindet sich der CEO im Rechtstreit mit dem ehemaligen Leiter der Rechtsabteilung von Gearbox. Darin enthalten ist ein schwerer Verdacht, nämlich der Besitz von pornographischem Material, in dem Minderjährige vorkommen.

Aus einer Klage vom November 2018 geht hervor, dass Wade Callender, so der Name des ehemaligen Leiters der Rechtsabteilung, "die Großzügigkeit und das Vertrauen von Gearbox ausgenutzt haben soll, um sich persönlich zu bereichern." (Es geht um den angeblichen Missbrauch einer Firmenkreditkarte und die noch nicht erfolgte Rückzahlung eines Darlehens in der Höhe von 300.000 US-Dollar.)

Callenders Gegenklage, die am selben Gericht einen Monat später eingereicht wurde, schlägt in eine ähnliche Kerbe: "Pitchford soll seine treuhänderischen Pflichten verletzt haben, indem er sowohl Angestellte als auch Eigentum von Gearbox ausgenutzt haben soll, um die Befriedigung seiner persönlichen Begierden zu finanzieren."

Einer der größten Erfolge von Gearbox: Borderlands 2 gibt es seit kurzem auch in einer VR-kompatiblen Version.

In der Klage enthalten sind zwei äußerst schwere Anschuldigungen: Pitchford soll versehentlich einen USB-Stick, auf dem sich pornographisches Material mit Minderjährigen befindet, in einem Restaurant vergessen haben. Außerdem soll er Firmengelder dazu genutzt haben, Partys zu veranstalten, auf denen sich "erwachsene Männer angeblich zur Unterhaltung von Pitchford vor Minderjährigen entblößt haben sollen."

Callender gibt in seiner Klage an, dass ein Angestellter des Restaurants, in dem besagter USB-Stick gefunden wurde, diesen auf seine Inhalte überprüft haben soll. Daraufhin wurde wohl erkannt, dass es sich um Eigentum von Gearbox handelte (das Restaurant befindet sich in der Nähe des Studios, daher besteht wohl eine gewisse Bekanntschaft), die Firma wurde kontaktiert, damit jemand den Stick abholen könnte. Laut Callenders Klage soll Pitchford erklärt haben, dass das Speichermedium ihm gehöre und verlangte eine prompte Rückgabe."

Zu diesem Zeitpunkt war Callender für Gearbox mit einer anderen Angelegenheit beschäftigt, in der ebenfalls Randy Pitchford im Mittelpunkt stand. Es handelte sich um die Sammelklage wegen Aliens - Colonial Marines. Callender bat Angestellte, eine Kopie der auf dem fraglichen USB-Stick gesammelten Daten anzulegen, um die Inhalte zu sichten und entsprechende Handlungen einzuleiten, falls nötig. Jedoch konnte der Rechtsberater diese Daten niemals einsehen, da er behauptet, Pitchford hätte das Original selbst zurückgeholt und angeordnet, die bereits bestehende Kopie zu vernichten.

Ein ominöser Tweet von David Eddings, ehemaliger Vizechef von Gearbox (und die Stimme von Claptrap aus Borderlands) heizt die Gerüchteküche um diese Vorfälle noch weiter an. Nach der Bekanntmachung der Anschuldigungen gegen Randy Pitchford twitterte er lediglich: "Ja, es ist wahr."

Am Freitag veröffentlichte Gearbox laut Kotaku ein offizielles Statement zu der Angelegenheit:

"The allegations made by a disgruntled former employee are absurd, with no basis in reality or law. We look forward to addressing this meritless lawsuit in court and have no further comment at this time."

("Die Anschuldigungen seitens eines verstimmten ehemaligen Angestellten sind absurd und haben keinerlei Bestand, weder in der Realität noch vor dem Gesetz. Wir sind guter Dinge, diese wertlose Klage vor Gericht zu behandeln und haben zu diesem Zeitpunkt keinen weiteren Kommentar.")

Pitchford selbst beschreibt in expliziten Details im Zuge der 22. Episode des Podcasts The Piff Pod, worum es ihm eigentlich in dem Porno ginge. Nämlich wollte er lediglich herausfinden, wie es eine der Darstellerinnen geschafft hat, eine bestimmte Körperfunktion zu imitieren. Im Zuge der Erläuterung vergleicht Pitchford eine der Szenen mit dem Akt eines Bühnenzauberers (Pitchford ist ein großer Fan von Bühnenmagie und besitzt das Magazin Genii, in dem es vordergründig um Zaubertricks geht). Auch bestreitet er, dass die Inhalte minderjährige Personen zeigen würden.

Die Schlammschlacht zwischen den beiden klagenden Parteien nimmt nun Fahrt auf und wird teilweise auch sehr persönlich. Denn Pitchford und Calender waren lange Zeit über befreundet. Diese Freundschaft endet nun wohl vor Gericht. Sollten sich die Anschuldigungen gegen Pitchford als wahr erweisen, muss er mit einem hohen Strafmaß rechnen.

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