Fortnite: Verbrecher nutzen V-Bucks für Geldwäsche

von Stefan Wirth (Dienstag, 22.01.2019 - 17:19 Uhr)

Der "Battle Royale"-Hit Fortnite erfreut sich anscheinend nicht nur bei seinen Spielern aller größter Beliebtheit. Wie verschiedene Quellen berichten, nutzen auch Kriminelle das Spiel, um damit Geld zu waschen.

Wegen Tanz-Diebstahl steht der Fortnite-Entwickler sogar selbst vor Gericht:

Es scheint zwei Möglichkeiten zu geben, wie Verbrecher die Mechanismen des Spiels missbrauchen, um Geldwäsche zu betreiben. Die englischsprachige Seite Variety warnt in diesem Kontext davor, euch einen Account mit Skins und V-Bucks, der "In Game"-Währung des Spiels, zu kaufen.

Ihren Informationen zu Folge habe die Internet-Sicherheitsfirma SixGill festgestellte, dass Kriminelle kostenlose Accounts erstellen, diese mittels gestohlener Kreditkarten-Informationen mit den Skins und V-Bucks füllen und diese anschließend über Online-Marktplätze für einen Bruchteil des Einkaufspreises verkauften. Zur Bezahlung würden vor allem Dienste wie PayPal genutzt.

Von einer zweiten Methode berichte die Seite Independent. Wie Variety bezieht diese ihre Informationen von SixGill. Auch hier werde mit gestohlenen Kreditkarten-Informationen eingekauft, jedoch kein Fortnite-Account genutzt. Es würden lediglich V-Bucks erworben, die im Darknet zu großen Mengen und in kleineren Mengen im "normalen" Internet verkauft werden. Als Zahlungsmethode würden hier vor allem Kryptowährungen wie Bitcoins bevorzugt, die die Identität des Betrügers noch einmal zusätzlich verschleiern sollen.

Solltet ihr also auf unfassbar günstige oder zwielichtige Angebote im Zusammenhang mit Fortnite stoßen, ist Vorsicht geboten. Generell solltet ihr keine Accounts erwerben, da Epic Games die Übertragung von Konten verbietet und diese auch sperrt.

Epic hat sich mittlerweile, wie die genannten Seiten berichten, zu den illegalen Vorkommnissen in deren Spiel geäußert:

"Epic Games nimmt dieses Problem ernst, da Betrug und Rücküberweisungen unseren Spielern und unserem Geschäftsmodell schaden. Wir halten unsere Spieler weiterhin dazu an, ihre Accounts durch die zweistufige Authentifizierung, starke, einzigartige Passwörter und das Geheimhalten ihrer Account-Informationen zu schützen."

Hättet ihr gedacht, das Fortnite so große Schlupflöcher für das organisierte Verbrechen bietet? Findet ihr Epic sollte mehr tun, als nur ihre Nutzer anzuhalten, deren Accounts besser zu schützen? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit!

Tags: Free 2 play  

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