Activision Blizzard: Stellungnahme zur Destiny-Trennung und Entlassungswelle

von René Wiesenthal (13. Februar 2019)

Im Rahmen der Veröffentlichung des Quartalsberichts von Activision Blizzard nahm das Unternehmen Stellung zur Trennung von Entwickler Bungie und der damit verbundenen Aufgabe der Marke Destiny. Das Spiel habe nicht den finanziellen Erfolg gehabt, den sich der Konzern wünschte.

Nicht profitträchtig genug? Der Forsaken-DLC zu Destiny 2:

Coddy Johnson, Präsident von Activision Blizzard, sagte im Zusammenhang des vierteljährlichen Finanzberichts, es sei für beide Parteien die richtige Entscheidung gewesen, dass man sich voneiander getrennt hat. So berichtet Gamespot. Die Aufkündigung der Arbeitsbeziehung habe in beidseitigem Einverständnis mit Bungie stattgefunden. Bereits im November habe Activision Blizzard von dem Vorhaben Bungies erfahren, aus dem Vertrag auszusteigen.

„Bungie kann sich auf die Marke konzentrieren, die sie geschaffen haben […]. Zumindest für uns war die Entscheidung ohnehin in unserer Gesamtstrategie verwurzelt“, sagte Johnson.

Ein Grund für die Trennung sei gewesen, dass Destiny nicht den erhofften finanziellen Erfolg erbracht hat. Ursprünglich war die Zusammenarbeit zwischen Bungie und Activision Blizzard auf 10 Jahre ausgelegt. Mittlerweile will der Publisher Ressourcen aber offenbar in Projekte stecken, die mehr Gewinn versprechen:

„Destiny hat gute Kritiken erhalten, bietet qualitativ hochwertigen Inhalt. Aber es wurde nicht unseren finanziellen Erwartungen gerecht“, so der Präsident von Activision Blizzard.

Im Detail habe wohl vor allem die Erweiterung Destiny 2 – Forsaken weniger eingenommen, als ursprünglich geplant war. Die hauseigenen Studios High Moon und Vicarious Visions, die damit beauftragt wurden, Bungie unter die Arme zu greifen, um schneller neue Inhalte für Destiny entwickeln zu können, würden dennoch für eine Übergangsperiode weiter mit Bungie zusammenarbeiten.

Die Pläne, die Activision Blizzard für die nahe Zukunft hat, scheinen auch klar zu sein. Wie Polygon berichtet, ist von Seiten Blizzards dieses Jahr keine große Entwicklung mehr geplant. Mit einem Diablo 4 sollten Spieler in nächster Zeit wohl nicht mehr rechnen. Vor allem, da Ressourcen, die in die Marke fließen, derzeit vermutlich in das Mobile-Game Diablo Immortal gesteckt werden, das mit seiner Ankünding nicht unbedingt für Jubelstürme gesorgt hat.

Wie Gamespot berichtet, stehen außerdem Call of Duty, Candy Crush, Overwatch, Warcraft und Hearthstone im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Unternehmens. Hier sollen Entwicklerteams im Laufe des Jahres noch deutlich verstärkt werden.

An anderer Stelle allerdings spart Activision Blizzard drastisch Mitarbeiter ein: Aus einer Meldung von Kotaku geht hervor, dass sich die Gerüchte vom Wochenende bestätigen. Hunderte von Mitarbeitern müssten in nächster Zeit das Unternehmen verlassen. Insgesamt sollen sage und schreibe acht Prozent der gesamten Belegschaft im Laufe der kommenden Zeit ihre Kündigung erhalten.

Es ist eine Zeit des Umbruchs für Activison Blizzard und Fans der Spiele, die das Unternehmen unter ihren Fittichen hat. Was haltet ihr von dem, was beim Publisher passiert und von der Begründung für die Aufkündigung der Beziehungen zu Bungie? Schreibt es uns in die Kommentare!

Tags: Politik   Rumor  

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