Riot Games: LoL-Entwickler kämpft gegen Sexismus im eigenen Betrieb

von Sören Wetterau (Montag, 04.03.2019 - 15:35 Uhr)

Über ein halbes Jahr nach einem Bericht des Magazins Kotaku über sexuelle Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz, hat Riot Games einen weiteren Schritt gewagt, diese Probleme aus der Welt zu schaffen. Der Entwickler von League of Legends hat Angela Roseboro als Chief Diversity Officer eingestellt.

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2018 war kein leichtes Jahr für Riot Games. Nach einer ausführlichen Reportage von Kotaku steht der Entwickler im Kreuzfeuer der Kritik. Seit Jahren soll es innerhalb des Unternehmens sexuelle Belästigung und Diskriminierung von Geschlechtern geben. Ehemalige Mitarbeiter haben zudem über Vergewaltigungs-"witze" und sexuelle Anspielungen berichtet. Im November entschieden sich dann zwei Mitarbeiterinnen zu einer Klage gegen den US-Entwickler.

Riot Games versprach anschließend Besserung und kündigte Maßnahmen an, die Unternehmenskultur in Zukunft verträglicher für alle Mitarbeiter zu gestalten. Aus diesem Grund hat der Entwickler jetzt Angela Roseboro eingestellt. Die ehemalige Dropbox-Angestellte wird zukünftig über alle Diversitäts- und Inklusionsaktivitäten des Spieleentwicklers wachen. Zudem werde sie das Rekrutierungs-Team bei der Förderung der Inklusivität in den Einstellungsprozessen unterstützen.

In einem Blog-Eintrag kündigt Riot Games zudem weitere Maßnahmen an. Dazu gehört unter anderem die Einbindung von externen Beratern, eine Überarbeitung der Job-Beschreibungen und die Verbesserung der internen Rekrutierungs-, Ausbildungs- und Bildungssysteme.

Die jetzt bereits umgesetzten Änderungen sollen übrigens noch nicht das Ende sein. Riot Games arbeitet weiterhin daran, die Vorwürfe seitens zahlreicher Mitarbeiter zu untersuchen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Tags: Politik  

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