Anthem: Bioware richtet sich an frustrierte Spieler

von Michael Sonntag (15. März 2019)

Es steht nicht gut um Biowares neuen Scifi-Shooter Anthem. Sei es wegen der allgemeinen Spielqualität oder der Handhabung mit Updates - die Spieler sind verärgert und drohen sogar mit Boykott. Nachdem nun ein Fan die gesamte Situation in einem offenen Brief erfasst hat, hat Bioware diese Gelegenheit genutzt, um zu allen Spielern zu sprechen.

Anthem wollte Destiny und Warframe herausfordern, verlor aber schon ab Release ziemlich an Fahrt:

Der Reddit-User harishcs hat seinen Brief im Forum mit der Überschrift „Ok Bioware, was ist los?“ veröffentlicht. Darin kommt er nicht nur auf Anthem an sich zu sprechen, sondern auch auf die allgemeine Situation: wie es um EA als Publisher stehe, dass Bioware aus den Fehlern bei Mass Effect - Andromeda nicht gelernt habe und was die größten Schwächen des neuen Spiels seien - zu wenig Content, keine ausreichende Motivation und vor allem zu wenig Loot.

Anthem hätte so viel mehr sein können, wenn es tatsächlich alle Versprechen erfüllt hätte, die während der E3 gemacht wurden. Während des Produktionszyklus war es der ultimative Loot-Shooter, der den Spielemarkt mit seiner Präsenz verdecken sollte, aber das war nicht, was wir bekommen haben“, schreibt der Spieler.

Es ist immer noch nicht zu spät, Anthem zu retten, mit einfacher Kommunikation und Fixen an der Progression können wir als Community und die Entwickler dieses Spiel reparieren. Es wird wahrscheinlich nicht das sein, was es ursprünglich sein sollte, aber wir können es schaffen, dass es wert ist, zu bleiben.

Dass harishcs der gesamten Community aus dem Herzen zu sprechen scheint, ist an den 4.700 Upvotes des Threads zu erkennen. Es dauerte nicht lange, bis Biowares Community-Manager Jesse Anderson ebenfalls mit einem offenen Brief darauf antwortete.

Zuerst möchte ich dir danken, dass du das geschrieben hast. Ich schätze die Ehrlichkeit, wie du (und andere) sich gegenüber dem aktuellen Stand der Dinge fühlen. Ich möchte gleich sagen, dass ich nicht über alles sprechen kann, einfach weil es nicht mein Fachgebiet ist oder weil ich nicht die Informationen habe, nach denen du fragst. Ich stehe jedoch zu unserer Aussage, transparent zu sein, und werde dies auch hier und auf anderen Kanälen tun.

Im weiteren Verlauf des Briefes geht Anderson auf die Punkte ein, die der User angesprochen hat. Er erinnert zunächst daran, dass es wichtig für eine fruchtbare Kommunikation sei, jegliche beleidigenden Antworten und Kommentare zu unterlassen - man brauche sich anderenfalls nicht zu wundern, dass der Entwickler die Zeit zum Antworten lieber in die Fertigstellung eines Updates stecke.

Des Weiteren wolle er jegliche Befürchtungen zerstreuen, dass Feedback-Anfragen seitens der Entwickler - dazu gehört ein kürzlicher Hilfe-Tweet, der kontrovers aufgenommen wurde - in Wahrheit nur dazu da seien, die gesamte Arbeit, das Spiel zu fixen, an die Spieler abgegeben werde. Zusammen mit der Hilfe gehe der Spieler gehe es aber noch schneller.

Zudem gebe es auch keine Verheimlichungen oder unvollständigen Patch-Notes - sollte sich trotzdem plötzlich etwas bisher nicht Bekanntes am Spiel geändert haben, sei es nicht beabsichtigt gewesen und ein Fehler.

Das Entwicklerteam hört sich all euer Feedback an, wie ihr das Spiel verbessern möchtet oder wie wir mit der Community interagieren soll. Ich weiß, dass die Spieler schneller Updates sehen möchten, aber diese Dinge können einige Zeit dauern, um sicherzustellen, dass sie richtig gemacht werden.

Wir sind sehr dankbar für diese Community und freuen uns auf die kommenden Tage, Wochen, Monate und Jahre. Alleine stark, zusammen stärker!“, schließt Anderson den Brief.

Unabhängig von der angespannten Situation hat die Community den Brief sehr gut aufgenommen. Es stehen noch mehrere Updates für Anthem an. Ob diese das Spiel maßgeblich verbessern können oder die gesamte Sache nicht mehr zu retten ist, wird sich zeigen.

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