Epic Games Store: So will die Plattform mit Porno-Spielen umgehen

von Matthias Kreienbrink (21. März 2019)

Dass der Konkurrenzkampf zwischen Steam und dem Epic Games Store gerade auf Hochtouren läuft, ist nicht erst bekannt, seit Epic heute bekanntgab, dass 16 Spiele zunächst exklusiv für ihren Store erscheinen werden. Denn zur gleichen Zeit gab das Unternehmen bekannt, wie es zu Porno- und qualitativ minderwertigen Spielen steht und damit hebt es sich deutlich von Steam ab.

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Es gab in den letzten Wochen und Monaten einige Kontroversen um die Vertriebsplattform Steam. Denn immer wieder finden sich hier Spiele, die mehr als zweifelhafte Inhalte verbreiten wollen. Etwa ein Spiel, in dem es darum geht, einen Amoklauf an einer Schule nachzustellen, oder eines, das als einziges Ziel hat, Frauen zu vergewaltigen.

Doch Steam fährt eine Politik der offenen Tür: Erstmal darf alles ungeprüft rein. Und erst, wenn sich im Nachhinein rausstellen sollte, dass ein menschenverachtendes oder qualitativ unglaublich minderwertiges Spiel vertrieben wird, entfernt Steam dieses eventuell - oftmals nur nach einem öffentlichen Aufschrei. So kommt es vor, dass auf Steam neben aktuellen Blockbustern und schönen Indie-Spielen auch mal solche angeboten werden, die euren PC als Maschine fürs Krypto-Mining missbrauchen.

Auf ihrer Keynote-Präsentation auf der Game Developers Conference hat sich Epic zu exklusiven Spielen und der Zukunft des Stores geäußert. Im Gespräch mit dem englischsprachigen Magazin PC Gamer sprach das Unternehmen zudem darüber, wie ihre Qualitätspolitik aussehen wird. "Wir werden einen Qualitätsstandard haben, der keine beschissenen Spiele zulässt", sagte CEO Tim Sweeney recht explizit dem Magazin gegenüber. Dabei redet er etwa von Porno-Spielen, sogenannten Asset-Flips, also Spiele, die vorgefertigte Assets nutzen ohne diese zu ändern, oder Spiele, die nur dazu da sind, Spieler zu schockieren. Kurzum, es handelt sich um eine Politik, die sich stark von der Politik Steams unterscheidet.

Noch bleibt abzuwarten, wie genau diese Politik im Epic Games Store implementiert wird. Doch wird bereits jetzt deutlich, dass Steams Weg der offenen Türen nicht von Epic geteilt wird - ein weiterer Punkt, in dem sich die beiden Plattform stark unterscheiden.

Tags: Steam  

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