Spielsucht: Fußballtrainer verbietet seinen Spielern das Zocken

von Tom Lubowski (29. März 2019)

Immer wieder ist Videospielsucht Teil öffentlicher Debatten. Nicht zuletzt deshalb, weil dafür mittlerweile auch hierzulande Symptome definiert sind, die das Krankheitsbild beschreiben. Ralph Hasenhüttl, Fußballtrainer des Southampton FC, hat nun die Konsequenzen daraus gezogen, um seine Spieler "zu schützen".

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„Das ist etwas, das dich abhängig macht“, äußerte sich Ralph Hasenhüttl am Donnerstag kritisch gegenüber Videospielen, wie unter anderem WELT berichtet. Da der Coach schon bei seinem Vorgängerverein RB Leipzig schlechte Erfahrung mit Gamern gemacht habe, sah er nun Handlungsbedarf. „Die Spieler spielten bis drei Uhr in der Früh vor einer Partie“, begründete der Trainer seine Entscheidung, das W-LAN in den Hotelzimmern der Spieler zu blockieren, um diese von PC, Konsole und Co. fernzuhalten.

„Das ist kein kleines Problem. Wenn man ehrlich ist, ist es dasselbe wie Alkohol oder abhängig von Drogen zu werden“, urteilte Hasenhüttl abschließend. So lange dies allerdings nicht als ebenso gleichwertige Krankheit anerkannt werde, sieht der Trainer entsprechende eigene Maßnahmen als notwendig an, um seine Spieler davor zu bewahren.

Offensichtlich ist dem Trainer nicht bekannt, dass die Gaming Disorder mit dem ICD-11 sehr wohl als Krankheit anerkannt ist und auch als solche diagnostiziert werden kann.

Was denkt ihr über diese "Anti-Videospiel"-Maßnahmen beim Southhampton FC? Haltet ihr die Einstellung für nachvollziehbar oder für überzogen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare! Wir freuen uns darauf, sie zu lesen.

Tags: Politik  

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