Fallout 76: Bethesda spricht von Problemen während der Entwicklung

von René Wiesenthal (01. April 2019)

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der PAX East räumte Todd Howard, Produzent von Fallout 76, Probleme ein, die es bei der Entwicklung des Online-Games gegeben habe.

Das vollständige Panel könnt ihr im obigen Video anschauen. Für Fans der Fallout-Reihe gab es darin neben Informationen zu den geplanten Updates für Fallout 76 auch noch wissenswerte Einblicke in den Entwicklungsprozess des Spiels, der offensichtlich nicht unproblematisch ablief. So gesteht Todd Howard:

Für uns als Studio war Fallout 76 eine völlig neue Sache. Wir wussten vorher, dass wir damit viele Hürden nehmen müssten, und das mussten wir auch. Einige davon waren schwerer als erwartet.

Um ehrlich zu sein hatten wir viele Schwierigkeiten während der Entwicklung und manchmal zeigt sich das auch auf dem Bildschirm. Das will man niemals. Wir haben vier verschiedene Studios in Nordamerika: Rockville, Austin, Dallas und Montreal, und das Spiel brauchte einen Haufen Mitarbeiter in all diesen Studios, um funktionieren zu können. Und wir wussten, dass der Launch nur der Anfang war. Wir sind sehr froh darüber, dass das Spiel sich tatsächlich gut geschlagen hat.

Fallout 76 erntete in der Zeit seit dem Release eine Menge Kritik. Vor allem, weil es von Beginn an schwere technische Probleme gab, die auch mit umfangreichen Updates nicht behoben wurden. Immer wieder tauchten Berichte auf, in denen Bugs und Glitches negative Folgen für das Spiel hatten.

Dass Howard davon spricht, das Spiel habe sich trotz allem gut geschlagen, könnte für Verwunderung sorgen, da Meldungen kursieren, das Survival-MMO habe sich deutlich unter den Erwartungen verkauft, Bundles von Händlern beinhalteten Fallout 76 oft schon kurz nach Release als kostenlose Dreingabe, was ebenso für eher schlechte Verkäufe spricht.

Die Wortwahl von Howard („did very well“) könnte aber auch auf Gesamtumsätze schließen lassen, die "In Game"-Käufe beinhalten und möglicherweise zufriedenstellend für das Unternehmen ausgefallen sind.

Was die Zukunft des Spiels angeht, bleibt Howard jedenfalls optimistisch:

Wir haben Millionen an Spielern, eine riesige Spielergemeinschaft, die uns haufenweise Feedback gibt. Unser Ziel ist, eine Art Fallout-Plattform zu bauen. Wir haben massenweise Ideen, es war eine wilde Reise bisher und wir sind aufgeregt. Es werden bald Massen an coolen Inhalten kommen.

Fans von Bethesda, die trotz dieser Aussichten kein Interesse an Fallout 76 haben, werden aber wohl auch in Zukunft nicht fürchten müssen, dass das Unternehmen vollständig auf Service-Games umsattelt. So verspricht Howard im Panel:

Wir machen immer noch Sachen, die – wie ich sie nennen würde – eher traditionelle Bethesda-Spiele sind.

Darunter fallen vermutlich auch The Elder Scrolls 6 und das Science-Fiction-Spiel Starfield, von denen bereits bekannt ist, dass Bethesda sie produziert. Wie Howard im Zuge der Konferenz aber ebenso wissen lässt, wird keines von beidem auf der diesjährigen E3 vertreten sein, was wohl eine Enttäuschung für wartende Fans sein könnte.

Hättet ihr euch Neuigkeiten und erste Bilder zu den beiden Spielen gewünscht? Und was haltet ihr von Fallout 76 und Howards Aussagen diesbezüglich? Habt ihr es aufgegeben, erst gar nicht versucht, spielt ihr es nach wie vor oder kehrt ihr jetzt vielleicht wieder dorthin zurück?

Tags: Multiplayer   Online-Zwang  

Spieler begegnet Geist im Schnee

Red Dead Online: Spieler begegnet Geist im Schnee

In der Online-Welt von Red Dead Redemption kommt es immer wieder zu neuen Mysterien, die von den Spielern ausgemac (...) mehr

Weitere News

* Werbung