Fallout 76: Spieler fühlen sich vom neuen Update betrogen

von René Wiesenthal (05. April 2019)

Fallout 76 hat die Gemüter treuer Bethesda-Fans mehr als einmal erhitzt. Nun gibt es ein weiteres Update zum Spiel, das von der Community nicht besonders wohlwollend aufgenommen wird. Denn offenbar breche Bethesda ein Versprechen damit, so die Kritik.

Fallout 76: So könnt ihr Haarklammern farmen

Grund für den Ärger der Fans ist eine aktuelle Ankündigung zu Fallout 76, dass mit einem kommenden Update unter anderem Repair Kits ihren Weg in den "In Game"-Shop finden sollen - also Reparatur-Sets für unterwegs. Zwei Varianten soll es von diesem Gegenstand geben, die Standard- und die verbesserte Variante. Erstere soll sich künftig gegen Echtgeld im so genannten Atomic Shop erwerben lassen.

Die Ausrüstung in Fallout 76 hat einen Zustandsparameter. Durch deren Nutzung verschlechtert sich der Zustand eures Equipments stetig, so dass Reparaturen von Nöten sind, die Spieler bisher an Werkbänken durchführen müssen. Mit einem Reparatur-Set bekämen sie die Möglichkeit, das zu jederzeit auch unterwegs übers Pip-Boy-Menü zu tun. Darin sehen Spieler, wie sich beispielsweise im Resetera-Forum zeigt, einen unfairen Vorteil gegenüber Spielern, die sich die Kits nicht gegen Echtgeld im Shop kaufen.

Nachdem im Vorfeld der Veröffentlichung bekannt wurde, dass es Mikrotransaktionen in Fallout 76 geben würde, beschwichtigte Pete Hines Fans mit dem Versprechen, es handle sich bei erwerblichen Items nur um kosmetische. Pay2Win-Mechanismen schloss Bethesda grundsätzlich aus, wie unter anderem Gamespot im letzten Jahr berichtete. Bereits vor zwei Monaten sahen Spieler dieses Versprechen gebrochen, als eine zeitlich begrenzte käufliche Verbesserung ihren Weg ins Spiel fand. Nun geht der Vorstoß in Sachen Mikrotransaktionen vielen Spielern wohl offensichtlich endgültig zu weit, wie das Feedback im Resetera-Forum zeigt. Bethesda beteuert in der Ankündigung indes, es handle sich dabei um eine Reaktion auf User-Feedback. Man wolle die Wünsche der Spieler erfüllen.

Trotz immer wiederkehrender Kritik und Kontroversen um Fallout 76 zeigt sich Bethesda nach außen hin zufrieden mit dem, was mit dem Spiel erreicht wurde. So sprach Produzent Todd Howard kürzlich im Rahmen der PAX East davon, dass sich das Spiel „gut geschlagen habe“, räumte aber auch Probleme während der Entwicklung ein, die sich leider auch im fertigen Spiel gezeigt hätten.

Es bleibt spannend zu sehen, wohin die Reise mit Fallout 76 geht. Und damit auch mit der Strategie von Bethesda. Sicher wird der Konzern Schlüsse daraus ziehen, was im Bezug auf Service-Games und die eigenen, beliebten Marken künftig gemacht wird. Was erhofft ihr euch von der Zukunft des Unternehmens und der Zukunft von Fallout? Schreibt es uns in die Kommentare!

Tags: Multiplayer   Online-Zwang  

Spieler begegnet Geist im Schnee

Red Dead Online: Spieler begegnet Geist im Schnee

In der Online-Welt von Red Dead Redemption kommt es immer wieder zu neuen Mysterien, die von den Spielern ausgemac (...) mehr

Weitere News

* Werbung