"Steam hat PC-Gaming vernichtet": Ex-Valve-Mitarbeiter rechnet mit Steam ab

von Sören Wetterau (11. April 2019)

Der Konkurrenzkampf zwischen Steam und Epic Games Store geht in eine weitere Runde. Der ehemalige Valve-Mitarbeiter Richard Geldreich schlägt sich dabei auf die Seite des Herausforderers und verteidigt dessen Maßnahmen.

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Ob Metro - Exodus, Borderlands 3, Anno 1800 oder The Division 2: In den letzten Wochen und Monaten hat sich der Epic Games Store so einige Hochkaräter exklusiv gesichert. Ein Verkauf via Steam kann erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Bei den Fans sorgt das für Frust-Reaktionen wie Review-Bombing und harsche Kritik an den Maßnahmen von Epic Games. Es gibt jedoch auch Personen, die den Fortnite-Entwickler verteidigen. Zu ihnen gesellt sich der ehemalige Valve-Mitarbeiter Richard Geldreich.

Geldreich hat von 2009 bis 2014 bei Valve gearbeitet und lässt an seinem früheren Arbeitgeber kein gutes Haar. In der aktuellen Plattform-Debatte sieht er den Epic Games Store als eine Art Retter für den PC-Markt. Steam hätte mit seiner Art und Weise vieles zerstört:

"Steam hat PC-Gaming vernichtet. Es war eine Steuer von 30 Prozent auf die gesamte Branche. Es war unhaltbar. Ihr habt keine Vorstellung davon, wie profitabel Steam für Valve war. Es war eine virtuelle Druckmaschine. Es verzerrte das gesamte Unternehmen. Epic repariert das nun für alle Spieler."

Und obwohl Geldreich den aktuellen Epic Games Store noch als "scheiße" bezeichnet, geht er fest davon aus, dass das in Zukunft besser wird. Steam, so der Ex-Angestellte vorhersagend, wird nach und nach nur noch zu einer Plattform für Indie-Spiele, B-Ware und Pornografie, während sich die großen Entwickler allesamt im Epic Games Store versammeln werden.

Ob Geldreich damit Recht haben wird, bleibt abzuwarten. Auch wenn einige Entwickler zuletzt zu Steam Abstand genommen haben, sind andere wie Bethesda wiederum zurückgekehrt. Der Kampf um die Plattform-Krone ist also noch lange nicht vorbei.

Tags: Steam  

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