Epic Games Store: Shop stellt Ultimatum an Steam

von Tom Lubowski (26. April 2019)

In letzter Zeit schnappt Epic Games immer wieder für seinen hauseigenen Store über Exklusivverträge dem Konkurrenten Steam die Spiele weg - alles kalkuliert, wie der CEO Tim Sweeney nun zugab. Doch was genau hat der Epic-Chef vor?

Dezember 2018 startete der Konkurrenzkampf:

Lange Zeit galt Steam als unantastbarer Spitzenreiter unter den Spieleplattformen auf dem PC. Als Epic Games im vergangenen Jahr mit seinem Epic Games Store an den Start ging, schien damit erstmals die Vorreiterrolle von Valve ernsthaft gefährdet zu sein.

Anders als auf Steam bekommen Entwickler im Epic Games Store nicht eine Beteiligung von 70 Prozent der Einnahmen, sondern von stolzen 88 Prozent. Damit erscheint die neue Plattform für Entwickler natürlich ungleich attraktiver. Da ist es wenig überraschend, dass Epic Games mit Metro - Exodus, The Division 2, Borderlands 3 und Detroit - Become Human gleich eine ganze Reihe hochkarätiger Spiele als Exklusivtitel an Land ziehen konnte.

"Wenn Steam für alle Entwickler und Publisher einen festen Umsatzanteil von 88% festlegt, ohne große Nachteile zu beklagen, würde Epic schnell einen Rückzug von Exklusivdeals machen (während wir unsere Partner-Verpflichtungen einhalten, und überlegen, unsere eigenen Spiele auf Steam zu stellen.)"

Lange Zeit hat Steam die Beteiligung von 70/30 unangetastet gelassen, erst der Epic Games Store brachte Valve zum Umdenken. Wie Tim Sweeney nun via Twitter erklärte, gehören die vielen Exklusivdeals zu einem größeren Plan. Man wolle Steam dazu zwingen, die eigene Gewinnspanne etwas nach unten zu korrigieren, dann würde Epic Games auch weitere Exklusivdeals unterlassen.

Im Gegenzug würde man über den möglichen Vertrieb von Epic-Spielen auf Steam nachdenken, so Sweeney weiter. Ob diese Ansage vielleicht für Veränderungen sorgen wird? Valve hat sich bisher diesbezüglich noch nicht geäußert.

Zum Vergleich: Ab 10 Millionen US-Dollar Umsatz verspricht Steam den Entwicklern eine Beteiligung von 75 Prozent, ab 50 Millionen US-Dollar sogar 80 Prozent. Mit konstanten 88 Prozent bietet der Epic Games Store also konstant einen wesentlich lukrativeren Nährboden, was die finanzielle Beteiligung anbelangt.

Tags: Steam  

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