Borderlands 3: Kontroverse um ehemaligen Claptrap-Sprecher

von Sören Wetterau (07. Mai 2019)

Neue Stimme für Claptrap: In Borderlands 3 ist David Eddings nicht mehr als Synchronsprecher dabei, weil ihn Gearbox angeblich nicht angemessen bezahlen will. Geschäftsführer Randy Pitchford sieht das anders.

Mehr Waffen und mehr Gegner: Borderlands 3 setzt auf sein Erfolgsrezept

Auch wenn sich Borderlands 3 in vielen Dingen treu bleibt, ändert sich eine Sache definitiv: Die englische Stimme von Claptrap. Das Roboter-Plappermaul wird im Nachfolger nicht mehr von David Eddings gesprochen. Dieser war von 2005 bis 2017 als Vizepräsident für Business Development bei Gearbox angestellt und hat nebenbei für die vorherigen Borderlands-Spiele die Claptrap-Rolle übernommen. Als Grund für den Wechsel gibt Eddings via Twitter an, dass er von Gearbox bezahlt werden wollte, diese sich das aber angeblich nicht leisten konnten.

"Zum ersten Mal bestand ich darauf, für meine Leistung entlohnt zu werden, und plötzlich konnten sie mich nicht mehr bezahlen. Ich möchte ihnen nicht vorschreiben, wie sie ihr Geschäft zu führen haben, aber eventuell sollte man beim nächsten Mal, die 12 Millionen US-Dollar von 2K lieber in das Geschäftskonto stecken. Ich mein ja nur..."

Mit der Erwähnung der Geldsumme spielt Eddings auf einen Rechtsstreit zwischen Gearbox-Chef Randy Pitchford und dem ehemaligen Gearbox-Anwalt Wade Callender an. Letzterer hatte behauptet, dass ein Bonus von 12 Millionen US-Dollar, der eigentlich der Firma zugestanden hätte, auf einem Konto von Pitchford gelandet sei.

Der CEO von Gearbox hat die Aussage von Eddings auf Twitter kommentiert und sieht es aus einer anderen Perspektive. Seiner Ansicht nach habe man dem Ex-Claptrap-Sprecher ein gutes Angebot vorgelegt, welches jedoch abgelehnt wurde:

"Das Problem ist, dass Herr Eddings darüber, dass er gekündigt wurde, verbittert und verärgert ist. Ihm wurde das Doppelte angeboten, er hat sich geweigert. Ich möchte nicht, dass er es macht, es sei denn, er will es wirklich selbst, denn Motivation beeinflusst die Leistung."

Ganz ähnlich sieht es ein offizielles Statement von Gearbox, welches der Konzern gegenüber IGN gegeben hat. Da Eddings mittlerweile nicht mehr beim Entwicklerstudio arbeiten würde, so die Aussage des Gearbox-Sprechers, habe man ihm ein in der Industrie übliches Gehalt angeboten. Allerdings konnte man keine Einigung erzielen. Die neue Stimme von Claptrap ist nun Jim Foronda.

Vorwurf der physischen Gewalt

Eddings hat derweil die Aussage von Pitchford nicht im Raum stehen gelassen, sondern sich via Twitter noch ein weiteres Mal zu Wort geäußert. 2018 habe er von Gearbox die Anfrage erhalten, ob er erneut die Stimme von Claptrap übernehmen würde. Er hätte darauf Lust gehabt und es sogar kostenlos gemacht, sofern ihn Gearbox für Borderlands 1 und Borderlands 2 rückwirkend bezahlt hätte.

Darüber hinaus hat er eine Entschuldigung von Randy Pitchford gefordert. Dieser, führt Eddings an, habe ihn 2017 in einer Hotel-Lobby während der Game Developers Conference 2017 physisch angegriffen. Weitere Details und ob er entsprechend Anzeige erstattet hat, verrät Eddings nicht.

"Ich habe schließlich angeboten, es kostenlos zu machen, im Austausch für frühere Honorare und eine Entschuldigung für etwas, worüber ich bisher noch nie öffentlich gesprochen habe: Randy griff mich körperlich in der Lobby des Marriott Marquis auf der GDC 2017 an."

In weiteren Tweets erwähnt Eddings noch ein letztes Mal den "12 Millionen US-Dollar"-Vorfall und dass er Randy Pitchford irgendwann blockiert hat, da er von ihm angeblich auf "Social Media"-Seiten gestalkt wurde.

Sowohl Randy Pitchford als auch Gearbox haben sich bislang zu den neuen Aussagen noch nicht geäußert. Hersteller 2K Games selbst hat bislang generell zu diesem Thema keine Stellung bezogen. Wir werden euch aber über weitere Entwicklungen in dieser Sache auf dem Laufenden halten.

Tags: Rumor  

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