Riot Games: Mitarbeiter protestieren gegen Zwangsschlichtung und sexistische Arbeitskultur

von Olaf Fries (07. Mai 2019)

Riot Games, das Studio hinter League of Legends, hat anscheinend Probleme innerhalb der eigenen vier Wände. Am gestrigen Montag protestierten mehr als 150 Riot-Mitarbeiter gegen sexistische Arbeitskultur und Zwangsschlichtung.

2016 feierten Riot Games ihr 10-jähriges Jubiläum:

Mehr als 150 Mitarbeiter von Riot Games verließen das Büro in Los Angeles am gestrigen Montag, den 06.05., um gegen die vorherrschende sexistische Arbeitskultur und eine Zwangsschlichtungsklausel in den Verträgen zu protestieren. Die Klausel solle verhindern, dass Riot-Mitarbeiter gegen das Studio juristisch vorgehen können, wie unter anderem Kotaku berichtet. Alle Anliegen sollen somit auf außergerichtlichem Weg behandelt werden.

Dieser Protest steht im Zusammenhang mit dem Sexismus-Skandal im Sommer 2018, der für große Wellen in der Gaming-Industrie gesorgt hat. Kotaku deckte auf, dass Riot-Mitarbeiter systematisch gedemütigt und unterdrückt worden seien. Riot entschuldigte sich daraufhin und versprach, dass es zu Änderungen in der Arbeitskultur kommen soll und stellte sogar eine Vielfaltsbeauftragte ein. Während des Streiks am vergangenen Montag äußerte sich ein Mitarbeiter, dass es bisher innerhalb des Studios zu keinen Veränderungen gekommen sei. Der Wunsch besteht, dass es personelle Änderungen als Konsequenz der Skandale geben solle und Verantwortliche nicht mit außergerichtlichen Einigung davon kommen sollten.

Der Protest fand auf dem Parkplatz des Arbeits-Campus statt und Mitarbeiter hielten Protestschilder hoch. Ebenfalls kam es zu Vorträgen von verschiedenen Mitarbeitern. Auch auf sozialen Plattformen wie Twitter gab es unter dem Hashtag "riotwalkout" Unterstützung für die Mitarbeiter. Schilder der Mitarbeiter zeigten mitunter Sätze wie: "Seid das Unternehmen, das ihr behauptet zu sein" und "Bringt einen von uns zum Schweigen und wir schweigen alle."

Zum Ende des Streiks kam es zur Ankündigung von Seiten der Mitarbeiter, dass, wenn bis zum 16.05. es zu keinen Änderungen im Studio hinsichtlich des Streitthemas kommen sollte, weitere Schritte folgen würden.

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