PUBG: In China gesperrt - durch "patriotischere" Alternative ersetzt

von Ove Frank (08. Mai 2019)

PlayerUnknown’s Battlegrounds zählt derzeit zu den populärsten Spielen der Welt, aber die Muttergesellschaft Tencent hat nun entschieden, das Spiel in China nicht länger anzubieten. Ersetzt werden soll es durch eine patriotische Alternative.

Playerunknown's Battlegrounds: Dies könnte eines der letzten Updates für die chinesischen Spieler gewesen sein

China ist ein riesiger Markt für PlayerUnknown’s Battlegrounds. Es gab mehr als 70 Millionen Nutzer, die PUBG-Mobile jeden Tag gespielt haben, doch nun hat das ein Ende.

Der Grund hierfür lautet, dass die chinesische Regierung sich weigert, In-App-Käufe in PUBG-Mobile zuzulassen. Das chinesische Unternehmen Tencent, unter dessen Schirmherrschaft PUBG läuft, will stattdessen mit einem „Spiel für den Frieden“ aufwarten.

„Game for Peace“, so der Originaltitel, soll eine komplett überarbeitete, sozialistischere und den strengen Richtlinien der Regierung entsprechende Version des Ursprungspiels sein. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sei es ein taktischer Shooter, der den „Kriegern des blauen Himmels, die den heimischen Luftraum verteidigen“ Respekt zollt. Dies scheint eine Anspielung an die Chinesische Luftwaffe zu sein.

Grafik-Design, Gameplay, Hintergrund und Charaktere seien fast identisch, allerdings seien Blut und Gewaltdarstellung quasi nicht mehr vorhanden. Darüberhinaus heißt es, dass sich die Charaktere hinsetzen und zum Abschied winken, wenn sie getötet werden. Trotz der genannten Parallelen gibt Tencent an, dass es sich hierbei um zwei „völlig verschiedene Genres“ handle.

Brisant hierbei ist vor allem, dass Tencent zwar Anteilseigner des PUBG-Publishers Krafton ist und die exklusiven Vertriebsrechte in China hält, jedoch gehört Tencent aber nicht die PUBG-Marke an sich. Laut Reuters wollte Krafton dies bislang nicht kommentieren.

Diese Spiele könnt ihr ab Kalenderwoche 30 spielen

Neuerscheinungen: Diese Spiele könnt ihr ab Kalenderwoche 30 spielen

Im langsam zu Ende gehenden Juli wird noch einmal geklotzt statt gekleckert: In (...) mehr

Weitere News

* Werbung