Australien: Sony wird für Irreführung seiner Kunden verklagt

von Ove Frank (Freitag, 31.05.2019 - 15:47 Uhr)

Der europäische Zweig von Sony wird verklagt. Aufgrund von falschen oder zumindest missverständlichen Darstellungen bezüglich seiner digitalen Rückerstattungs-Politik gegenüber seinen Nutzern verklagt die Australian Competition & Consumer Commission (kurz ACCC) nun Sony Europe.

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Wie Gamerant berichtet gab die ACCC, zu Deutsch die Australische Prüfstelle für Wettbewerb und Verbrauch, an, dass Sony im Jahr 2017 aussagte, dass diese keine Rückerstattungen für bereits heruntergeladene Spiele oder für jene, die bereits mindestens 14 Tage zuvor erworben wurden, gewähren würde.

So hätte Sony seinen Kunden angeblich mitgeteilt, dass Rückerstattungen nicht gewährleistet werden müssen, außer die Entwickler hätten den Nutzern klar mitgeteilt, das Spiel sei irreparabel fehlerhaft oder ein anderer offizieller Rückerstattungsgrund wäre bekannt.

Rückerstattungen gewähre das Unternehmen des Weiteren nur in Form einer virtuellen PlayStation-Währung anstelle von Echtgeld. Dies verstieße laut der ACCC allerdings gegen das australische Verbraucherschutz-Recht.

Demnach werde in Australien ein digitaler Einkauf genauso gewertet wie ein physischer. So bestehe ebenfalls das Recht, die digitale Ware auch nach denselben Kriterien zurückzugeben und dafür eine entsprechende Entschädigung zu erhalten.

Nicht zuletzt Anthem dürfte bei den Verbrauchern zu einer Reihe an Beschwerden geführt haben.Nicht zuletzt Anthem dürfte bei den Verbrauchern zu einer Reihe an Beschwerden geführt haben.

So würde diese Verbraucher-Garantie nach dem Download nicht verfallen, im Gegensatz zur Aussage von Sony. So haben die Konsumenten das Recht nach dem Download eines fehlerhaften Produkts dagegen auch vorzugehen und eine entsprechende Entschädigung müsse gewährt werden.

Neben der „offensichtlichen Fehlerhaftigkeit der Produkte“ gab die ACCC ebenfalls an, dass es reiche, wenn „das Produkt nicht den von dem verkaufenden Unternehmenden Beschreibungen entspreche“, was Raum für eine Vielzahl an Spielen bietet.

So fielen darunter auch verspätete bezahlte Inhalte, wie DLCs oder auch irreführendes Marketing-Material in diesen Rahmen, selbst wenn bis zur Inanspruchnahme der Rückerstattung bereits mehr als 14 Tage vergangen sind.

Wie Sony auf diese Klage reagieren wird, und welche Konsequenzen daraus gezogen werden, das bleibt freilich abzuwarten. In Anbetracht, dass sich die Gaming-Industrie vermehrt in Richtung eines rein digitalen Marktes bewegt, kann dies ein entscheidender Präzedenzfall sein.

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